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Marco Kurz führte Kaiserslautern 2011 auf Platz sieben der Bundesliga © getty

Die Trainerfrage in Hoffenheim ist geklärt, Marco Kurz übernimmt den Posten des Cheftrainers. Das bestätigte der Verein am Dienstag.

München - Die Suche nach einem neuen Trainer hat bei 1899 Hoffenheim ein Ende gefunden.

Marco Kurz ersetzt Interimstrainer Frank Kramer nach nur zwei Bundesligaspielen.

"Marco Kurz wird neuer Cheftrainer der TSG 1899 Hoffenheim. Der 43-Jährige übernimmt den Bundesligisten zum 01. Januar 2013", bestätigte der Verein am Dienstagmittag in einer Pressemitteilung und teilte auch mit, wer Assistent des neuen Chefcoaches wird:

"Co-Trainer wird der Österreicher Günther Gorenzel, mit dem Kurz auch schon auf seinen früheren Trainer-Stationen beim TSV 1860 München sowie beim 1. FC Kaiserslautern zusammengearbeitet hat."

Für den Mittwoch (11 Uhr) lud der Verein zu einer Pressekonferenz ein, auf der Kurz vorgestellt wird und Manager Andreas Müller Fragen beantworten wird.

Mit Manager Müller befreundet

Kurz stand zuletzt in Kaiserslautern in der Verantwortung, mit denen er 2009/2010 den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Im März 2012 wurde der Vertrag bei den "Roten Teufeln" aufgelöst.

Zuvor trainierte der 43-Jährige den TSV 1860 München über drei Spielzeiten in der Zweiten Liga. Als Spieler lief Kurz für den VfB Stuttgart, den 1. FC Nürnberg, Borussia Dortmund, den FC Schalke 04 und 1860 München (300 Bundesligaspiele, 5 Tore) auf.

Mit Manager Müller ist er seit der gemeinsamen Zeit auf Schalke freundschaftlich verbunden. 1997 gewannen die beiden zusammen den UEFA-Pokal.

Kramer zurück zur U 23

Interimscoach Kramer, der in seinen beiden Einsätzen auf der Bundesligabank ohne Punkt geblieben war, kehrt zurück zur Reserve der TSG.

"Ich habe von Beginn an gesagt, dass ich mich bedingungslos in den Dienst des Vereins stelle. Das habe ich für die Bundesliga-Mannschaft gemacht und das werde ich mit dem gleichen Engagement auch wieder für die U 23 tun", erklärte Kramer: "Selbstverständlich werde ich auch in dieser Tätigkeit das neue Trainerteam in jeder mir möglichen Art und Weise unterstützen."

Rettung als Priorität

Das Anforderungsprofil des neuen Trainers hatte Müller schon vor der Bekanntgabe skizziert.

"Die Priorität liegt darin, in der Liga zu bleiben. Das soll nicht heißen, dass der Trainer nicht auch perspektivisch ausgesucht wird - aber über allem steht der Klassenerhalt", sagte Müller.

Ein tiefer Fall

Doch der Verbleib in der Liga ist akut gefährdert. Die Kraichgauer haben die schlechteste Hinrunde seit dem Aufstieg 2008 absolviert.

Der Herbstmeister von vor vier Jahren hat nur zwölf Punkte gesammelt, das Team stellt die mit Abstand schlechteste Defensive der Liga.

Die Hoffenheimer sind nach sechs Pleiten in Folge und nur einem Sieg aus den vergangenen zwölf Spielen auf den Relegationsplatz abgestürzt. Der Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze beträgt lediglich drei Punkte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Winter-Transfers geplant

Kurz wird in der zweiten Saisonhälfte wohl auch neue Spieler spendiert bekommen.

"Das Team hatte im Sommer schon einen großen Umbruch zu verkraften. Die Realität ist aber, dass es bisher nicht funktioniert hat. Wir müssen alles überprüfen, um zu sehen, wo Bedarf ist", hatte Müller gesagt.