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Mann des Tages: Edin Dzeko erzielte beide Tore für die Wolfsburger © getty

Geschwächt von der Hepatitis-Behandlung tut sich Wolfsburg gegen den VfL Bochum lange schwer. Den Unterschied macht ein Bosnier.

Wolfsburg - Nach dem 100. Bundesligasieg des VfL Wolfsburg war Felix Magath doppelt erleichtert.

"Das war mit Sicherheit ein glücklicher Erfolg, aber auch das muss mal erlaubt sein", erklärte der Trainer nach dem 2:0 (2:0)-Sieg gegen den VfL Bochum.

"Vor allem, weil unsere Spieler von einer Hepatitis-Impfung sichtlich geschwächt waren."

Mit Händen und Füßen hatte sich Magath nach der Erkrankung von Ashkan Dejagah gegen diese Maßnahme gewehrt:

"Aber das Gesundheitsamt hat wegen der hohen Ansteckungsgefahr nicht mit sich reden lassen", so der Coach.

Revanche für letzte Heimpleite

So konnten die "Wölfe" froh sein, dass die Kraft zumindest gegen die akut abstiegsbedrohten Bochumer dennoch zum Sieg reichte.

Anders als am 15. April vergangenen Jahres, als die Niedersachsen beim 0:1 gegen denselben Gegner letztmals ein Pflichtspiel vor heimischer Kulisse verloren hatten.

Seither blieb Magaths Team in 15 Partien in der VW-Arena ungeschlagen.

Auswärts sind die Wolfsburger in dieser Saison dagegen noch sieglos - eine Negativ-Serie, deren Ende Magath allerdings schon am kommenden Samstag im Spiel bei Eintracht Frankfurt erwartet.

Dzeko glänzender Graffite-Vertreter

"Da werden wir gewinnen", sagte der 55-Jährige und verwies auf den bislang letzten Auswärtswärtssieg seiner Mannschaft vor neun Monaten - in Frankfurt.

Dann dürfte auch der gegen Bochum wegen Knieproblemen geschonte Top-Torjäger Grafite wieder mit von der Partie sein, der diesmal allerdings glänzend von seinem Sturmpartner Edin Dzeko vertreten wurde.

Mit einem Doppelpack (21./85. Minute) bescherte der bosnische Nationalspieler seinem Team den siebten Bundesliga-Heimsieg in Folge und zugleich einen Vereinsrekord.

"Ich bin froh über meine Tore, aber jetzt wollen wir unbedingt auch auswärts einmal nachlegen", sagte der 22-Jährige.

Bochum auswärts schwach

Ihre Auswärtsschwäche müssen derweil auch die Bochumer allmählich ablegen, um die Abstiegsgefahr in den kommenden Wochen zu bannen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Es gibt noch einige Gelegenheiten zu punkten, aber wir sollten damit bald anfangen und möglichst auch mal wieder auswärts etwas holen", erklärte der Ex-Wolfsburger Diego Klimowicz, der mit einem Kopfball an die Latte (72.) den Ausgleich für Bochum vergeben hatte.

Doppeltes Verletzungspech

Zusätzlich zur neunten Saisonniederlage mussten die Gäste auch noch den voraussichtlich wochenlangen Ausfall ihrer beiden etatmäßigen Innenverteidiger Marcel Maltritz und Anthar Yahia verdauen.

Beide Abwehrspieler zogen sich bereits in der ersten Halbzeit schwere Knieverletzungen zu und müssen bis zu sechs Wochen pausieren.

Bei Maltritz wurde noch am Samstagabend eine Innenbandverletzung diagnostiziert, bei Yahia ein Teilanriss des Außenbandes.

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