vergrößernverkleinern
Michael Wiesinger kam 2010 vom FC Ingolstadt zum 1. FC Nürnberg © getty

Die Franken haben die Entscheidung über Heckings Nachfolger getroffen. Wiesinger wird neuer Chefcoach, wie Bader SPORT1 bestätigt

Von Felix Götz und Reinhard Franke

München - Der 1. FC Nürnberg hat die Nachfolge von Dieter Hecking im Eiltempo geregelt.

Zwei Tage nach dem Wechsel des 48-Jährigen zum VfL Wolfsburg ernannte der Club Michael Wiesinger zum neuen Chefcoach, wie Manager Martin Bader gegenüber SPORT1 bestätigte.

"Ich schätze Michael. Er hat bei uns in der zweiten Mannschaft ganz hervorragende Arbeit abgeliefert. Er arbeitet seit eineinhalb Jahren sehr gut mit allen Trainern zusammen. Er kennt den Verein und hat als Spieler hier Erfahrung gesammelt", sagte Bader.

"Der Verein liegt ihm sehr am Herzen. Ich hoffe, dass wir mit dieser Lösung Erfolg haben werden und bin da zuversichtlich." (EXKLUSIV: Martin Bader im SPORT1-Interview)

Wiesinger ist heiß

Wiesinger selbst ist heiß auf seinen neuen Job beim Tabellen-14. der Bundesliga.

"Es ist für mich etwas ganz Besonderes, für den Verein, in dem ich groß geworden bin, arbeiten zu können", sagte der frühere Bayern-Profi zu SPORT1. Der Job sei "eine Riesenchance für mich". so Wiesinger.

Als Co-Trainer wird Heckings bisheriger Assistent Armin Reutershahn fungieren, der Wiesinger mit seiner großen Erfahrung helfen soll.

Das Duo wird beim Trainingsbeginn am 3. Januar offiziell vorgestellt.

"Eine ideale Kombination"

"Wir haben in den letzten Tagen einige Optionen intensiv geprüft und sind zu diesem Ergebnis gekommen. Es wird ein ähnliches Modell wie in Leverkusen, aber Wiesinger wird die finalen Entscheidungen treffen und Ansprechpartner für die Medien sein", erklärte Bader.

"Aus meiner Sicht ist das eine ideale Kombination. Beide sind im Team stark."

Anders als in Leverkusen, wo Sami Hyypiä die Fußballlehrer-Lizenz noch fehlt, haben in Nürnberg Wiesinger und Reutershahn die nötige Ausbildung absolviert.

"Wir haben alle Zeit"

Das Duo steht zunächst bis zum 30. Juni 2013 in der Verantwortung.

"Wir haben alle Zeit, und das bis zum Saisonende anzuschauen", so Bader.

Da es Dirk Bremser mit Hecking nach Wolfsburg zog, erwägen die Nürnberger, eventuell noch einen zusätzlichen Co-Trainer zu verpflichten.

Bader erwartet "frischen Wind"

Wiesinger spielte von 1993 bis 1999 selbst für Nürnberg. In 186 Partien erzielte er dabei 25 Treffer.

In der Saison 2009/2010 sammelte der 40-Jährige Erfahrung als Cheftrainer beim FC Ingolstadt in der Dritten Liga.

"Wiesinger wird frischen Wind reinbringen, Reutershahn wird eine deutlich stärkere Position einnehmen, er steht bei uns für Kontinuität", sagte Bader.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel