Viele Klubs haben schon versucht, den Rekordmeister herauszufordern. Nun sind auch Schalke und Bremen an diesem Ziel gescheitert.

Wenn der FC Bayern am Sonntag Borussia Dortmund empfängt, sind die Rollen längst wieder klar verteilt.

Einige Jahre hat der BVB versucht, die Münchner als Nummer 1 im deutschen Fußball abzulösen.

Das Ende ist bekannt: Die Dortmunder gingen ein zu großes finanzielles Risiko ein und als der Erfolg ausblieb, schrammte der Traditionsklub haarscharf an der Pleite vorbei.

Seitdem backen die Borussen wieder kleine Brötchen und sind daher auch in München klarer Außenseiter.

In eine ähnliche Richtung geht derzeit die Tendenz bei Schalke 04 und Werder Bremen, den härtesten Bayern-Rivalen der vergangenen Jahre.

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Auf Schalke blieb der ersehnte Titel trotz Millionen-Investitionen aus.

Und Bremen schaffte seit dem Double 2004 trotz des Einkaufs hochkarätiger Spieler wie Diego, Frings, Mertesacker und Pizarro und trotz bester Gelegenheiten nicht den Sprung ganz nach oben.

In dieser Saison sind beide Klubs ins Mittelfeld abgerutscht und das niveaulose Gekicke am Samstag bewies, dass sie völlig zurecht im Niemandsland stehen.

Der Angriff auf die Bayern ist für die nächste Zeit kein Thema mehr.

Die klammen Schalker müssen erwiesenermaßen sparen und begannen schon in der Winterpause mit dem Ausverkauf, der im Sommer vermutlich weitergehen wird.

Etwas besser wird seit jeher in Bremen gewirtschaftet, doch sportlich sind die Hanseaten so schwach wie seit zehn Jahren nicht.

Damals übernahm Thomas Schaaf das Traineramt, seitdem ging es fast immer aufwärts, in den letzten fünf Jahren landete Werder immer unter den ersten drei.

In dieser Saison aber sind die dringend benötigten Einnahmen aus der Champions League für beide Teams schon jetzt höchst unwahrscheinlich.

Man wird den Eindruck nicht los, dass die Bremer und trotz des mühsamen 1:0-Erfolgs auch die Schalker einen Neuaufbau benötigen, um die Abwärtsspirale zu stoppen.

Ob allerdings andere Klubs in ihre Rolle als Bayern-Jäger schlüpfen werden, darf man nach den Samstagsspielen des 19. Spieltags stark bezweifeln.

Denn alle Teams an der Tabellenspitze spielten für den FCB: Leverkusen patzte zu Hause gegen Stuttgart, der HSV blamierte sich bei der 2:3-Niederlage nach 2:0-Führung bei Abstiegskandidat Karlsruhe.

Und Tabellenführer Hoffenheim rettete durch ein Abseitstor bei Schlusslicht Mönchengladbach einen glücklichen Punkt und damit weiterhin Platz eins.

Aber auch das Sensationsteam aus dem Kraichgau wird wohl kaum den Weg der Bayern zum Titel ernsthaft gefährden können.

Womit die Hoffenheimer sich in guter Gesellschaft befinden. Frag nach in Dortmund, Schalke oder Bremen.

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