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Marco Russ spielte bereits zwischen 2004 und 2011 für die Frankfurter Eintracht © imago

Eintracht Frankfurt, Stuttgart, Mönchengladbach, Bremen, Nürnberg und Fürth starten in die Winter-Vorbereitung.

München - Pünktlich zum Trainingsauftakt der Hessen ist auch die Rückkehr von Marco Russ vom VfL Wolfsburg zum Ligarivalen Eintracht Frankfurt perfekt.

Der Innenverteidiger war bei der ersten Übungseinheit im neuen Jahr vor 300 Zuschauern mit von der Partie.

Der gebürtige Hanauer wird bis zum Saisonende ausgeliehen werden. Anschließend besitzt die Eintracht laut Vorstandsboss Heribert Bruchhagen eine Kaufoption für den 27-Jährigen, die an "keine Bedingungen" geknüpft ist.

"Ich muss mir beweisen, dass ich die Qualität habe, in der Bundesliga zu spielen", sagte der Rückkehrer nach der 80-minütigen Einheit: "Ich kenne die Hälfte der Mannschaft und das Umfeld. Daher war es für mich kein großer Schritt."

Russ ersetzt Demidov

Russ, der im Sommer 2011 nach dem Frankfurter Bundesliga-Abstieg für eine Ablöse von drei Millionen Euro zu den Niedersachsen gewechselt war, ersetzt den Norweger Vadim Demidov. Der 26-Jährige wird bis zum Ende der laufenden Saison an den spanischen Erstligisten Celta Vigo ausgeliehen.

Am Samstag reisen die Frankfurter ins Trainingslager nach Abu Dhabi.

Gladbach ohne Hanke

Borussia Mönchengladbach hat seinen Trainingsauftakt in die Rückrunde ohne Mike Hanke bestritten.

Der Angreifer musste beim lockeren Aufgalopp vor etwa 250 Zuschauern am Donnerstagmorgen grippekrank passen.

Der angeschlagene Abwehrchef Martin Stranzl ist ebenfalls erkrankt, konnte aber immerhin auf dem Ergometer trainieren. Igor de Camargo und Juan Arango wurden erst zur zweiten Einheit am Nachmittag erwartet.

Nach Aussage von Trainer Lucien Favre sollen alle Spieler am Freitag mit ins Trainingslager nach Dubai fliegen, auch der zuletzt lange am Knie verletzte Torjäger Luuk de Jong.

[kaltura id="0_aqawasbm" class="full_size" title="Hecking fordert Teamgeist"]

Eberl hofft auf de Jong

"Wir hoffen, dass er jetzt alles überstanden hat und in Dubai voller Tatendrang angreifen und die ganze Vorbereitung mitmachen kann. Mit ihm haben wir in der Offensive noch mehr Möglichkeiten", sagte Sportdirektor Max Eberl:

"Wir setzen berechtigt große Hoffnungen in ihn. Er strahlt eine große Torgefahr aus, das hat man in der Phase vor seiner Verletzung und auch bei seinem Tor beim Comeback in Istanbul gesehen."

Im Rahmen des Trainingslagers bestreiten die Borussen drei Testspiele: Am kommenden Sonntag gegen eine lokale Auswahl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (Zeit noch offen), drei Tage später gegen den Hamburger SV und am 11. Januar gegen Eintracht Frankfurt.

Labbadia zögert mit Verlängerung

Beim VfB Stuttgart will sich Trainer Bruno Labbadia mit der Entscheidung über eine Vertragsverlängerung Zeit lassen.

"Wir haben keinen Druck", sagte der 46-Jährige am Rande des Trainingsstarts der Schwaben am Donnerstag. Gespräche mit der Vereinsführung stehen noch bevor. Wenn es nach ihm ginge, könne er den Vertrag auch erst nach Saisonende unterschreiben, sagte Labbadia.

Den Auftakt in die Vorbereitung nahmen die Stuttgarter zunächst nur mit einem Neuzugang, dem Nachwuchstorhüter Rastko Suljagic (17/Roter Stern Belgrad), in Angriff. Ausschau hält VfB-Sportdirektor Fredi Bobic vor allem nach einem Stürmer. Der Algerier Ishak Belfodil vom FC Parma gehört zu den Kandidaten.

Am Freitag reist der Bundesliga-Neunte ins Trainingslager nach Belek/Türkei. Dort wird neben Stürmer Cacau (Kreuzbandriss) auch Defensivmann Tim Hoogland (Windpocken) fehlen. Linksverteidiger Arthur Boka bereitet sich mit der Elfenbeinküste auf den Afrika-Cup vor.

Bremen startet mit Neuzugang

Mit Neuzugang Mateo Pavlovic hat Werder Bremen mit den Vorbereitungen auf die Rückrunde begonnen. Der kroatische Innenverteidiger, für 600.000 Euro von NK Zagreb verpflichtet, ist der bislang einzige Wintertransfer der Hanseaten.

"Mateo ist ein engagierter junger Mann und ein sehr interessanter Spieler. Wie schnell er einen Platz in unserer Mannschaft findet, wird natürlich von seiner Leistung abhängen", sagte Trainer Thomas Schaaf, der sich von dem 22-Jährigen durchaus eine Stabilisierung der Defensive verspricht: "In der Vorrunde haben wir viel zu viele Gegentore bekommen."

Für die Rückserie hofft der Coach auf konstantere Leistungen beim Tabellen-Zwölften. "Vor der Saison gab es viele Fragezeichen, einige Fragen sind von uns schon gut beantwortet worden", sagte Schaaf. Ab Samstag absolvieren die Norddeutschen ein einwöchiges Trainingslager im türkischen Belek.

Wiesinger Club-Hoffnungsträger

Der neue Coach Michael Wiesinger soll beim 1. FC Nürnberg zur Dauerlösung auch über sein Vertragsende im Juni 2013 hinaus werden.

"Wir werden mit beiden in Ruhe noch einmal über die vertragliche Situation sprechen", kündigte Club-Sportvorstand Martin Bader am Donnerstag bei der Vorstellung des Nachfolgers von Dieter Hecking und von dessen gleichberechtigtem Mitarbeiter Armin Reutershahn an.

Wiesinger, bisher U23-Trainer der Franken, hatte am Donnerstag seinen ersten Arbeitstag als Chefcoach. Der Vertrag des 40-Jährigen läuft bis zum Saisonende, Heckings ehemaliger Assistent Reutershahn (52) ist bis 2014 an den Altmeister gebunden.

Der Club sei "bekannt dafür, frühzeitig mit Trainern, die gute Arbeit leisten, Gespräche zu führen", sagte Bader. Daher könne er sich gut vorstellen, dass dies auch im Fall Wiesinger/Reutershahn passieren wird. Als Ziel für die Rückrunde gab Wiesinger die Marke von 20 Punkten aus, die der Tabellen-14. in der Hinserie unter Hecking geholt hatte.

Fürth ohne Djurdjic

Noch ohne die neue Sturmhoffnung Nikola Djurdjic hat Fußball-Bundesligist SpVgg Greuther Fürth die Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen. Der 26 Jahre alte Serbe wartete in Belgrad noch auf die Erteilung seines Visums, sollte aber am Donnerstagabend ankommen und dann am Samstag mit ins Trainingslager nach Belek/Türkei aufbrechen.

Zum Auftakt durfte Trainer Mike Büskens (43) daher in Rechtsverteidiger Matthias Zimmermann (20/Mönchengladbach) und Torhüter Tom Mickel (23/Hamburg) nur zwei Zugänge begrüßen.

Von Kingsley Onuegbu, Tayfun Pektürk und Johannes Geis wird sich Fürth wohl trennen, da Büskens mit einem "kleineren und kompakten Kader" arbeiten möchte.

Trotz der mit gerade neun Punkten äußerst dürftigen Ausgangsposition hat der Tabellenletzte noch Hoffnung auf den Klassenerhalt. Kapitän Mergim Mavraj sieht das Jahr 2013 als "Neubeginn". Die Mannschaft sei "sehr motiviert. Wir wollen unbedingt den Bock umstoßen", sagte er.

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