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Franck Ribery (l.) wechselte 2007 von Olympique Marseille zum FC Bayern © getty

Bayerns Flügelflitzer ist von der FCB-Dominanz überzeugt und hat ein großes Ziel. Er wirbt um den Verbleib von Trainer Heynckes.

Vom Trainingslager des FC Bayern berichten Mathias Frohnapfel und Christian Ortlepp

Doha - Im Lausbubengesicht von Franck Ribery blinzelt es schon, als er seinen Scherz abschickte.

"Ich bin einen Monat verletzt", sagte der Franzose und deutete auf seinen großflächigen Verband am linken Bein und grinste.

Zum reinen Klamauk trug der Bayern-Star den Verband aber im Hotel "Grand Heritage" aber nicht.

Beim 4:0-Sieg im ersten Testspiel des Jahres gegen Lekhwiya SC (Bericht) hatte der Mittelfeldflitzer einen Schlag abbekommen, konnte allerdings am Sonntag bereits wieder Lauftraining machen. (657759DIASHOW: Die Bayern in Doha)

Einem Einsatz am Dienstag im Test gegen Schalke 04 (ab 17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) dürfte nichts im Wege stehen .

Schmerzen, aber keine Sorgen

"Es ist ein bisschen dick geworden, tut ein bisschen weh", meinte Ribery - aber alles sei halb so schlimm.

Der Dauersonnenschein in Katar, das edle Hotel und auch der wie aus einem Katalog genommene Traumrasenplatz heiterten den 29-Jährigen auf.

"Bin keine Maschine"

Dass er bei der Weltfußballerwahl nicht zu den Top 3 - Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Andres Iniesta - zählt, ließ ihn unbeeindruckt.

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"Das ist schon lange nicht mehr wichtig für mich", sagte er und klärte auf SPORT1-Nachfrage auch gleich seine Stimmungslage zur Wahl in Frankreich, wo der Supertechniker hinter Karim Benzema nur auf Platz 2 landete.

"Was willst du machen? Ich habe alles gemacht", meinte er und setzte schwungvoll hinzu: "Es tut mir leid, ich bin keine Maschine, kein Roboter."

Und außerdem freue er sich für Benzema.

Ribery mit großen Ambitionen

Mit dem FC Bayern liegt Ribery auf Meisterkurs, in Champions League und DFB-Pokal könnten die Münchner ebenfalls eine Großoffensive starten, bleibt ihnen die Form des Vorjahrs erhalten.

[kaltura id="0_iudro5rh" class="full_size" title="Ribery schw rmt von Heynckes und van Buyten"]

Aktuell führt der Rekordmeister mit neun Zählern Vorsprung die Liga-Tabelle an, dieses Punktepolster soll nach Riberys Willen noch deutlich ausgebaut werden.

Am allerliebsten würde er sogar gar kein Spiel mehr in der Rückrunde verlieren. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Das ist natürlich ein Ziel für uns, aber nicht einfach. Wir sind sehr gut, warum nicht?", erklärte er gegenüber SPORT1.

Ribery wirbt um Trainer-Verbleib

Auch deshalb machte er sich am Sonntag dafür stark, dass Jupp Heynckes künftig Bayern-Coach bleibt.

Der Vertrag des 67-Jährigen endet im Sommer, erst im März wollen er und die Klubführung gemeinsam über die Zukunft beraten.

"Ich rede viel mit ihm, er gibt mir viel Vertrauen, ist locker", sagte Ribery über den Chefcoach.

Der Franzose schob hinterher: "Er ist gut für uns, ein perfekter Trainer, aber im Fußball weißt du nie."

Kroos: "Heynckes hat mich besser gemacht"

Toni Kroos hofft ebenso, dass Heynckes bleibt.

"Es ist kein Geheimnis, dass wir schon in Leverkusen sehr gut miteinander zusammengearbeitet haben. Dass er mich in Leverkusen, aber auch hier immer wieder besser gemacht hat", sagte der Spielmacher auf SPORT1-Nachfrage.

"Man merkt, dass er der Mannschaft sehr gut tut, dass er bei den Spielern sehr gut ankommt."

Auch deshalb betonte Kroos zu einem möglichen Heynckes-Abschied: "Das wäre natürlich schade, aber es ist nicht meine Entscheidung, was da rauskommt. Ich würde mich natürlich freuen, wenn er noch ein Jahr dranhängen würde."

Alaba "wie ein kleiner Bruder"

Für Dribbelkönig Ribery ist der Abschied aus München längst kein Thema, zumal er mit Flügelpartner David Alaba eine prächtige "Relation" habe, sprich: sich bestens verstehe.

"Er ist wie ein kleiner Bruder und hat einen großen Charakter", berichtete Ribery, privat ist das Gespann ebenfalls oft zusammen unterwegs.

Von Alaba hat Ribery, bislang bester Spieler im SPORT1 Bundesliga Manager, auch schon etwas Wienerisch aufgeschnappt. "Bist deppert", gibt er in bestem Wiener Schmäh wider - und erntet viel Gelächter.

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