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Als Spieler kam Beiersdorfer 172 mal für den HSV zum Einsatz © getty

Im zweiten Teil des Sport1.de-Interviews spricht Dietmar Beiersdorfer über unerwartete Siege und die Arbeit von Martin Jol.

Nach all den Abgängen bemühte sich der HSV in der Winterpause auch um Nationalspieler Marko Marin, doch der Transfer scheiterte.

Im zweiten Teil des Sport1.de-Interviews spricht Dietmar Beiersdorfer über den fehlgeschlagenen Transfer, Mark van Bommel, unerwartete Siege und die Arbeit von Martin Jol.

Sport1.de: Warum ist der Transfer von Marko Marin gescheitert? Kommt er im Sommer?

Dietmar Beiersdorfer: Zu Marko Marin kann ich nichts sagen, weil er ja nicht unser Spieler ist. Das Gleiche gilt für Mark van Bommel, um Ihrer Frage gleich vorwegzugreifen.

Sport1.de: Aber der HSV ist doch auch an ihm interessiert.

Beiersdorfer: Die Transferperiode ist seit einigen Tagen beendet. Wir konzentrieren uns jetzt nur auf unsere Mannschaft. Damit ist alles gesagt.

Sport1.de: Bastian Reinhardt fällt wegen seines Mittelfußbruchs lange aus. Was wird jetzt aus seinem auslaufenden Vertrag?

Beiersdorfer: Ich habe mit ihm und seinem Berater darüber gesprochen. Die Verletzung ändert nichts an unserem Angebot an Bastian, ihn bei uns halten zu wollen. Ich denke, dass wir uns die Sache in den nächsten Tagen positiv zu Ende bringen werden.

Sport1.de: Der HSV ist in drei Wettbewerben vertreten. Überrascht Sie das eigentlich nach dem Weggang von Rafael van der Vaart?

Beiersdorfer: Ein wenig schon, wir haben ja einiges geändert: Ein neuer Trainer mit seinem Team, viele neue Spieler. Bisher haben aber alle sehr gute Arbeit verrichtet. Auch die Leute, die nicht in erster Linie stehen und mitverantwortlich für die Integration der neuen Spieler sind. Das kann nur eine Organisation bewältigen, die in sich gesund ist und in der die einzelnen Rädchen in einander greifen. Nur deshalb konnten wir den Abgang von Rafael van der Vaart so gut kompensieren.

Sport1.de: Ihre lange Suche nach einem Stevens-Nachfolger scheint demnach erfolgreich gewesen zu sein. Wie zufrieden sind Sie mit Martin Jol nach dieser ersten Saisonhälfte?

Beiersdorfer: Sehr zufrieden. Es war genau richtig, sich bei der Trainersuche so viel Zeit zu lassen. Martin Jol arbeitet mit seinem Team absolut leistungsorientiert und ist ein hervorragender Taktiker. Ihm kann man nichts vormachen.

Sport1.de: Ist unter Jol die Zeit demnach reif, den Fans ihren langersehnten Titel zu bescheren?

Beiersdorfer: Natürlich möchten wir wieder einen Titel holen, auch dafür arbeiten wir hart. Aber durch Reden ist das noch nie einer Mannschaft gelungen. Und wir müssen auch realistisch bleiben, sicher sind die Bayern der Topfavorit auf die Meisterschaft. Aber wir wollen probieren, bis zum Ende oben dran zu bleiben.

Sport1.de: Ist die Mannschaft trotz der Abgänge stark genug?

Beiersdorfer: Wir haben eine gute Mischung in unserem Kader und sind absolut konkurrenzfähig. Es kommt natürlich auch ein bisschen darauf an, wie man eine Saison durchziehen kann. Ob man beispielsweise von vielen Verletzungen verschont bleibt. Wir arbeiten jedenfalls sorgsam und nehmen nichts für gegeben hin.

Sport1.de: Welche Ziele haben Sie sich persönlich für die Zukunft gesetzt?

Beiersdorfer: Gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen und den anderen Mitarbeitern möchte ich den HSV Stück für Stück weiter entwickeln. Wir haben hier noch einiges vor. Es ist erstrebenswert, dass wir dauerhaft in der Champions League vertreten sind und dort auch mithalten können.

Sport1.de: Uli Hoeneß will bei den Bayern als Manager abtreten. Wäre der Job in München einer, der Sie mal interessieren könnte?

Beiersdorfer: Ich bin mit Leib und Seele HSVer. Wie gerade gesagt, haben wir noch einiges vor in Hamburg. Da ist kein Raum für andere Gedanken.

Hier gehts zum ersten Teil des Interviews

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