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Chris erhielt gegen Köln seine zweite Rote Karte in dieser Saison © imago

Der Frankfurter muss nach seiner umstrittenen Roten Karte zuschauen. Auch Bordon fällt aus. Karslruhes Drpic bekommt die 69 nicht.

München - Eintracht Frankfurt muss zwei Wochen auf den Brasilianer Chris verzichten. Der Defensiv-Spieler wurde am Montag vom Sportgericht des DFB wegen unsportlichen Verhaltens im Spiel gegen den 1. FC Köln (2:2) am Samstag für zwei Spiele gesperrt.

Chris war in der 72. Spielminute von Schiedsrichter Guido Winkmann nach einem Foul im Strafraum an FC-Angreifer Sergiu Radu des Feldes verwiesen worden. "Die Rote Karte gegen Chris war ein Witz, damit waren wir doppelt bestraft", kritisierte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel die Entscheidung des Referees.

Winkmann verteidigte derweil sein Vorgehen: "Die Verletzungsgefahr ist bei so einem Tritt von hinten sehr groß. Aus diesem Grund der Feldverweis."

Sport1.de hat weitere News aus der Bundesliga zusammengefasst:

DFL verbietet Dripic Trikotnummer 69

Der kroatische Neuzugang Dino Drpic vom Karlsruher SC hatte bei der DFL vor seinem Debüt gegen den Hamburger SV (3:2) die erotisch aufgeladene Rückennummer 69 beantragt, doch Spielbetriebs-Direktor Holger Hieronymus lehnte ab. Drpic trägt jetzt die 11.

"Wir haben den Verein im Sinne der Übersichtlichkeit gebeten, eine niedrigere Nummer zu wählen", sagte Hieronymus der "Bild"-Zeitung.

Das ärgerte vor allem Drpics Lebensgefährtin Nives Celsius, die mit ihrem Mann in Zagreb schon mal Sex im Mittelkreis des Stadions hatte: "Dino und ich hatten die Rückennummer 69 für ihn ausgesucht. Aber leider darf er sie nicht tragen."

Der Berater des Verteidigers, Milan Lopac, bestätigte, dass die Idee als Marketing-Gag gedacht war. "Wir waren uns mit dem KSC einig. Der Verein hielt es für eine gute Marketing-Idee. Leider hat die DFL den Antrag abgelehnt", sagte Lopac.

Personalengpass in Mönchengladbachs Abwehr

Borussia Mönchengladbachs ohnehin derzeit geschwächte Defensivabteilung muss vorerst ohne einen weiteren Akteur auskommen. Zu Thomas Kleine, Jean-Sebastian Jaures und dem neuen Brasilianer Dante gesellte sich Jan-Ingwer Callsen-Bracker ins Lazarett.

Der ehemalige Leverkusener erlitt am Wochenende im Training einen Kapselriss im Sprunggelenk.

Schalke in Bochum wohl ohne Bordon

Schalke 04 muss im kleinen Revierderby am kommenden Samstag wohl ohne seinen Kapitän Marcelo Bordon auskommen. Der Brasilianer hatte am vergangenen Samstag im Ligaspiel gegen Werder Bremen (1:0) einen Mittelhandbruch erlitten und war noch am gleichen Abend im Marienhospital Gelsenkirchen operiert worden.

Bordon, dem in die linke Hand vier Schrauben eingesetzt wurden, muss derzeit eine Gipsschale tragen. "Für Samstag sieht es bei ihm nicht gut aus", sagte Trainer Fred Rutten am Montag. Für Bordon dürfte der Serbe Mladen Krstajic in die Innenverteidigung rücken.

Eintracht-Boss Bruchhagen appelliert an Vernunft

Nach dem schweren Sturz eines Fans von Eintracht Frankfurt vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln (2:2) vom Zaun der Westkurve hat Vorstandsboss Heribert Bruchhagen den Anhängern ins Gewissen geredet.

"Ich kann nur an die Fans appellieren, dass sie aus diesen Vorfällen lernen und nicht auf die Zäune steigen", sagte Bruchhagen, der aber "auf keinen Fall einen Polizeistaat im Stadion" haben will.

Frankfurt-Fan Kai G. aus der Ultra-Gruppierung "Binding-Szene" hatte kurz vor dem Anpfiff auf dem Tribünenzaun gesessen und versucht, ein Transparent abzuhängen. Dabei verlor er offenbar das Gleichgewicht und stürzte mehrere Meter in die Tiefe.

Der Anhänger war nach dem Sturz auf den Kopf kurz bewusstlos, wurde dann ins Krankenhaus gefahren und noch am Samstagabend wegen der Kopf- und Wirbelverletzungen operiert. "Sein Zustand ist stabil, er ist außer Lebensgefahr", sagte Eintracht-Pressechef Carsten Knoop.

Werder unterstützt Aktion gegen Diskriminierung

Miit einem Bekenntnis gegen Rechtsextremismus unterstützen die Spieler von Werder Bremen eine Aktion der Arbeitsgemeinschaft "Werderfans gegen Diskriminierung".

Mit dem Erwerb von T-Shirts mit dem Aufdruck "Weser-Stadion oder sonst wo - Kein Platz für Nazis!" setzten sich die Profis an die Spitze der Kampagne, die in den kommenden Wochen möglichst viele weitere Unterstützer finden soll.

"Wir unterstützen natürlich solche Aktionen, wo wir können. Es gab in der Vergangenheit kaum Fototermine, bei denen wir schneller Freiwillige in der Mannschaft gefunden haben", sagte Werder-Kapitän Frank Baumann.

Die Einnahmen aus dem T-Shirt-Verkauf fließen in Aktionen und Veranstaltungen gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus sowie die Produktion von Plakaten, Transparenten und Flugblättern.

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