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In 182 Spielen als aktiver Profi für die Bayern erzielte Markus Babbel neun Tore © getty

Der FCB überlegt, seinen ehemaligen Abwehrrecken als Co-Trainer zurück nach München zu holen. Der FC Bayern dementiert jedoch.

Vom FC Bayern berichten Mathias Frohnapfel und Christian Ortlepp

München - Die Trainerfrage beim FC Bayern ist geklärt, nun sorgt die Suche nach den Assistenten von Josep Guardiola für Gesprächsstoff.

Zuletzt wurden unter anderem die früheren Weltstars Raul, Roberto Baggio und Luis Enrique gehandelt, doch nach SPORT1-Informationen ist ein alter Bekannter heißer Kandidat.

Die Münchner denken offenbar über eine Rückkehr von Markus Babbel nach, der zwischen 1994 und 2000 beim Rekordmeister dreimal Deutscher Meister sowie UEFA-Pokal- und DFB-Pokalsieger wurde (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Auf SPORT1-Nachfrage dementierte dies jedoch der FC Bayern am Freitagmittag.

Guter Draht zu Hoeneß

Allerdings würde diese Verbindung Sinn machen. Denn seit seiner Entlassung im Dezember bei 1899 Hoffenheim ist der ehemalige deutsche Nationalspieler ohne Job.

Zudem wohnt seine Familie in München und zum Rekordmeister und speziell zu Präsident und Aufsichtsratschef Uli Hoeneß hat Babbel, der schon mehrfach als zukünftiger FCB-Coach im Gespräch war, einen guten Draht.

Babbel prädestiniert für den Job

Von der FCB-Jugend schaffte Babbel den Sprung ins Münchner Profi-Team, debütierte 1991 unter dem aktuellen Trainer Jupp Heynckes.

Der adelte ihn in der Vorsaison, als Babbel noch Hertha BSC trainierte und meinte: "Ab sofort sagst du du zu mir. Wir sind jetzt Kollegen."

Babbel hätte nach Trainer-Einsätzen in Stuttgart, Berlin und Hoffenheim an der Säbener Straße die Gelegenheit seine Erfahrung in die tägliche Arbeit einzubringen, ohne ganz vorne in der Schusslinie stehen zu müssen.

Gleichzeitig könnte er wertvolle Erfahrungen durch die Zusammenarbeit mit einem der besten Trainer der Welt machen und die Bayern hätten im Notfall einer Trennung von Guardiola sogar einen Nachfolger in der Hinterhand.

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Scholl wird es nicht

Fakt ist in jedem Fall, dass die Münchner unbedingt einen zusätzlichen deutschen Co-Trainer mit Bayern-Affinität haben wollen.

Unwahrscheinlich ist dabei, dass die beiden aktuellen Heynckes-Assistenten Herrmann Gerland und Peter Hermann an gleicher Stelle weitermachen.

Nach SPORT1-Informationen will Bayer Leverkusen den 60-jährigen Hermann an dessen alte Wirkungsstätte zurückholen und künftig als Chef-Scout einsetzen.

Und auch Mehmet Scholl, Trainer der zweiten Bayern-Mannschaft fällt aus, weil er den Rekordmeister zum Saisonende verlässt, um sich auf seinen Job als TV-Experte zu konzentrieren (Bericht).

Effenberg fühlt sich geehrt

Weiterhin ein Thema ist dagegen Stefan Effenberg. Der frühere Münchner Kapitän, seit 2012 mit dem Trainerschein ausgestattet, hätte auch nichts dagegen beim FCB seine Trainerlaufbahn zu starten - wenn auch als Co.

"Es ehrt mich", sagte der "Tiger" zu den aktuellen Gedankenspielen rund um den Rekordmeister.

"Es kommt, wie es kommt", ergänzte Effenberg. "Ich stehe natürlich im Austausch mit Matthias Sammer, wir sind eng befreundet."

Estiarte im Anflug

Die beiden spanischen Helfer sollen zumindest nach Medienberichten aus deren Heimat so gut wie feststehen: Manel Estiarte bildete mit Guardiola in Barcelona ein Erfolgsgespann, arbeitete als sein Assistent.

Der Ex-Wasserballspieler versteht sich blendend mit dem früheren spanischen Nationalspieler und teilt auch dessen unbändigen Arbeitseifer.

Lorenzo Buenaventura könnte Bayerns neuer Chef-Physiotherapeut werden.

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