vergrößern verkleinern
Srdjan Lakic (l.) kam vom VfL Wolfsburg zu Eintracht Frankfurt © imago

Der Neuzugang sichert den Hessen mit zwei Toren den Sieg in Hamburg. Für Veh "eine geile Geschichte". Der HSV ist nicht zwingend.

Hamburg - Von den mitgereisten Fans der Eintracht gab es frenetischen Applaus, von Trainer Armin Veh eine herzliche Umarmung.

Der vom VfL Wolfsburg gekommene Srdjan Lakic hatte Frankfurt soeben mit einem Doppelpack (22./36.) zum 2:0-Sieg beim Hamburger SV geschossen.

"Ich genieße den Moment. Ich habe zwei Tore geschossen, das ist ein Traum. Ich will nach vorne schauen, die Vergangenheit ist nicht mehr wichtig. Ich bin froh, Teil dieser Mannschaft zu sein", sagte der kroatische Stürmer nach seinem Traumdebüt für die Hessen bei "Sky".

Und Veh ergänzte: "Dass Lakic gleich zweimal trifft, ist natürlich eine geile Geschichte. Das freut mich für ihn."

Sechs Punkte Vorsprung auf Rang fünf

Aufsteiger Frankfurt hat durch den ersten Sieg in Hamburg seit über 14 Jahren Platz vier in der Tabelle verteidigt und darf mehr denn je von der Champions League träumen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der HSV musste dagegen nach vier Heimsiegen in Serie wieder einen Dämpfer im Kampf um Europa hinnehmen. Frankfurt hatte zuletzt am 14. November 1998 an der Elbe gewonnen.

Durch die drei Punkte haben die Hessen nun dank der Patzer der Konkurrenz sechs Zähler Vorsprung auf Rang fünf. ( 670001 DIASHOW: Der 20. Spieltag )

Ein nachträgliches Geschenk für Veh, der am Freitag seinen 52. Geburtstag feierte.

"Frankfurt hat seinem Trainer ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht. Wir müssen akzeptieren, dass der Gegner einfach besser war", gab HSV-Coach Thorsten Fink bei LIGA total! zu.

Lakic verfehlt knapp

Vor 52.523 Zuschauern vertraute Veh, der erstmals seit seiner Entlassung im März 20011 beim HSV wieder bei seinem Ex-Klub antrat, von Beginn an dem erst vor vier Tagen verpflichteten Lakic.

Zudem kehrten die zuletzt erkrankten Stammkräfte Sebastian Jung und Kapitän Pirmin Schwegler in die Startelf zurück.

Auf einem ramponierten Rasen taten aber die Hanseaten zunächst mehr für das Spiel, die Eintracht lauerte gut verteidigend auf Kontermöglichkeiten und hatte nach schnellem Umschalten auch die erste Torchance der Partie.

Doch Lakic setzte seinen Kopfball (9.) knapp neben das Tor von Rene Adler.

Aigner legt zwei Mal vor

In der 22. Minute machte es der vom VfL Wolfsburg ausgeliehene Lakic dann besser. Nach einem Zuspiel von Stefan Aigner grätschte der Angreifer den Ball akrobatisch über die Linie. Kurz danach erhöhte der Kroate erneut nach einer Vorlage von Aigner sträflich alleingelassen per Kopf auf 2:0.

Für den in Wolfsburg aussortierten Stürmer waren es seine beiden ersten Saisontreffer.

Der HSV kam lange nicht zu zwingenden Torchancen, auch weil Regisseur Rafael van der Vaart von Schwegler und Sebastian Rode gut aus dem Spiel genommen wurde.

"Frankfurt hat eine starke erste Hälfte gespielt. Wir haben nicht das gemacht, was wir die ganze Woche trainiert haben. Wir haben im ersten Durchgang viel zu wenig investiert. Grundlegende Dinge wie die Laufbereitschaft haben am Anfang gefehlt", kritisierte Heiko Westermann.

HSV-Angriffe zu hektisch

Dennis Aogo (16. und 21.) und Artjoms Rudnevs (25. und 33.) versuchten es noch mit Weitschüssen, verfehlten ihr Ziel aber deutlich.

Nach der Pause warfen die Hanseaten alles nach vorne. Maximilian Beister und Tomas Rincon kamen für Tolgay Arslan und Milan Badelj.

Doch die wütenden Angriffe wurden oft zu hektisch abgeschlossen. Van der Vaart und Heung-Min Son (52. und 62.) vergaben noch die besten Möglichkeiten.

Frankfurt zog sich dagegen geschickt zurück, machte die Räume eng und hatte selber Platz zum Kontern. Der Ex-Hamburger Alexander Meier hatte in der 54. das 3:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Adler.

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel