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Böse Überraschung für Dortmunds Stürmer Robert Lewandowski im Dezember 2012. Als er sich einen Tag vor dem Pokal-Achtelfinale gegen Hannover im Mannschaftshotel befindet, nutzen dies Einbrecher zu einem Raubzug in dessen Haus
Robert Lewandowski gewann mit Borussia Dortmund 2012 das Double © imago

Die Anzeichen für einen Wechsel des BVB-Stürmers verdichten sich. Der Rekordmeister soll mit dem Polen fast klar sein.

Von Christian Stüwe und Reinhard Franke

München - Robert Lewandowski ist einer der begehrtesten Spieler überhaupt.

Im Sommer 2014 läuft der Vertrag des Mittelstürmers in Dortmund aus, will der BVB mit dem Polen noch einmal Kasse machen, müsste der Meister Lewandowski im Sommer ziehen lassen.

Manchester United, Manchester City, Juventus Turin oder Barcelona werden als Ziele genannt - und immer wieder der FC Bayern.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nun verdichten sich die Anzeichen, dass der 24-Jährige vor einem Wechsel zum Bundesliga-Spitzenreiter steht.

Die Anzeichen verdichten sich

"Wir sind uns mit dem Spieler so gut wie einig. Jetzt beginnen aber erst die Verhandlungen mit dem BVB", zitiert "Spiegel Online" eine Quelle, die "beste Drähte in die Vorstandsetage des FC Bayern München besitzt" - und interessanterweise in der Wir-Form über den FCB spricht.

Zuvor hatte schon "Sky Italia" über eine Einigung der Bayern mit Lewandowski berichtet - derselbe Sender, der zuletzt bereits das künftige Engagement von Star-Trainer Pep Guardiola bei den Bayern exklusiv vermeldet hatte.

Zorc weiß von nichts

Beim BVB weiß man aber nichts der angeblichen Einigung zwischem dem Angreifer und den Bayern.

"Es gibt für uns weiterhin keinen neuen Stand", sagte Sportdirektor Michael Zorc zu SPORT1: "Wir werden das nicht weiter kommentieren, weil sich für uns nichts geändert hat."

Allerdings konnte Zorc nicht ausschließen, dass Lewandowski mit den Bayern gesprochen haben könnte. "Wenn der Spieler mit einem anderen Verein verhandelt, können wir das ja nicht verhindern", sagte Zorc: "Aber wir wissen nach wie vor von nichts."

Der FC Bayern wollte sich auf Rückfrage von SPORT1 nicht äußern. Lewandowskis Berater Maik Barthel sagte gegen über SPORT1 nur: "Wir werden zu den Spekulationen nicht weiter Stellung beziehen." Sein zweiter Berater Cezary Kucharski schwieg zu der Personalie.

Watzke will mit Lewandowski verlängern

Noch am Sonntag hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ebenfalls erklärt, dass es "keinen neuen Stand" bei der Personalie Lewandowski gebe.

"Aber unser Bestreben ist natürlich nach wie vor, mit Robert zu verlängern", hatte Watzke gesagt.

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Dass der polnische Nationalspieler, der von seinen Beratern immer wieder bei den europäischen Topklubs ins Gespräch gebracht wird, seinen Vertrag verlängert, gilt als äußerst unwahrscheinlich.

"Der Abschied von Robert Lewandowski zum Saisonende ist beschlossene Sache", zitierte der "Focus" bereits im Dezember ein nicht genanntes Aufsichtsratsmitglied des BVB.

Tausch mit Gomez?

Dass der künftige Bayern-Trainer Pep Guardiola mitspielende Stürmer bevorzugt, ist bekannt.

Lewandowski würde also perfekt das Anforderungsprofil erfüllen.

Neben Mario Mandzukic, Mario Gomez und Claudio Pizarro wäre Lewandowski der vierte Topstürmer im Kader der Bayern.

Pizarros Vertrag läuft allerdings im Sommer aus, Lewandowski könnte den Peruaner ersetzen.

Denkbar wäre auch, dass Mario Gomez, dem zuletzt nur die Reservistenrolle blieb, die Bayern verlässt.

Vielleicht sogar im Tausch gegen Lewandowski? Es dürfte spannend werden in den kommenden Tagen und Wochen.