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Kevin Kuranyi besitzt bei den "Königsblauen" noch einen Vertrag bis 2010 © getty

Das Chaos auf Schalke erhält eine neue Facette: Durch "kriminelle Energie" erscheint eine heiße Meldung auf der Klubhomepage.

Gelsenkirchen - Die Seite brach zusammen, viele konnten es nicht fassen.

Doch die "Eilmeldung" entpuppte sich als Falschmeldung.

Computer-Hacker haben mit der Verkündung der angeblichen Entlassung von Kevin Kuranyi auf der Homepage von Schalke 04 für viel Wirbel gesorgt.

Während des Länderspiels zwischen Deutschland und Norwegen in Düsseldorf ging der Artikel online.

Der Verein reagierte prompt und stellte klar, dass diese Information nicht vom Klub selbst kam.

Später am Abend folgte die offizielle Klarstellung.

"Kriminelle Energie"

"Mit krimineller Energie ist am Mittwochabend die Homepage des FC Schalke 04 gehackt worden. Eine dort platzierte Meldung, wonach Kevin Kuranyi von seinen vertraglichen Pflichten entbunden und er vom Verein freigestellt worden sei, entbehrt jeglicher Grundlage und ist frei erfunden", teilte der Verein mit.

Weiter hieß es: "Um die aufgetretenen Probleme zu beheben, ist die Homepage www.schalke04. de zurzeit außer Betrieb."

Täter unbekannt

Die unbekannten Hacker hatten auf der Schalker Seite platziert, dass Kuranyi nach einer Sondersitzung der Vereinsführung freigestellt worden sei.

"Nach medienwirksamen und für den Verein untragbaren Äußerungen von Kevin gegen die Mannschaft war eine Freigabe unausweichlich. Seitens der Vereinsführung und engen Vertrauen Kevins wurden alle Bemühungen unternommen, um einer Fortsetzung bei Schalke nicht im Wege zu stehen. Alle so gearteten Versuche sind gescheitert", hieß es wortwörtlich in dem Text.

Ex-Nationalspieler Kuranyi, der zuletzt in einigen Medien Wechsel-Spekulationen angeheizt hatte, reagierte gelassen auf den virtuellen Rauswurf.

Kuranyi bekam's nicht mit

"Ich habe beim Abendessen mit meiner Frau mein Handy auf lautlos gestellt und daher einige Anrufe gar nicht mitbekommen", berichtete der umstrittene Stürmerstar:

"Der erste Anrufer, mit dem ich dann gesprochen habe, berichtete mir von der Entwicklung und sagte bereits, dass es eine Falschmeldung ist. Ich habe mir dann auch überhaupt keine weiteren Gedanken gemacht."

Den Hackern droht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.

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