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Alex Meier (l.) hat für Eintracht Frankfurt in dieser Saison bisher zwölf Saisontreffer erzielt © getty

Die Nürnberger nutzen beste Chancen in Frankfurt nicht zum Sieg. Keeper Trapp glänzt. Die FCN-Fans starten mit einem Boykott.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat auf seiner bislang so eindrucksvollen Jagd nach den Europapokal-Plätzen der Bundesliga einen Dämpfer hinnehmen müssen.

Gegen den auswärts so schwachen 1. FC Nürnberg kam das Team von Trainer Armin Veh nicht über ein 0:0 hinaus und muss sich bei Torwart Kevin Trapp bedanken, immerhin einen Punkt ergattert zu haben. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der U-21-Nationaltorhüter hatte den Aufsteiger vor allem in der ersten Hälfte mit glänzenden Paraden im Spiel gehalten.

Für Brisanz hatten vor der Begegnung die verschärften Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen gesorgt.

Boykott der FCN-Fans

Die Frankfurter Polizei hatte die Partie als "Problemspiel" eingestuft und sich entsprechend aufgestellt - ein Großteil der Nürnberger Fans reagierte mit einem Stimmungsboykott und ließ den Gästeblock für die ersten 30 Minuten halbleer. ( 673577 DIASHOW: Der 21. Spieltag )

"Waren nicht präsent genug"

"Insgesamt bin ich mit dem Punkt zufrieden. Nürnberg hatte die besseren Chancen und Kevin Trapp hat uns im Spiel gehalten. Wir waren nicht präsent genug. Woran es lag, kann ich nicht sagen. Anscheinend tut es uns nicht gut, wenn wir unter der Woche nicht richtig trainieren können", sagte Eintracht-Trainer Armin Veh und ergänzte:

"Ich bin froh, dass wir einen Punkt auf Hoffenheim gut gemacht haben - jetzt sind wir wieder ein Stück näher dran an den 40 Punkten."

Nürnberg Michael Wiesinger war nur halb zufrienden: "Unter dem Strich war heute mehr drin. Wir haben gut begonnen und in der ersten Hälfte Chancen liegen lassen. In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel mit offenem Visier. Das war ein wichtiger Auswärtspunkt."

Letzte Konsequenz fehlt

Zwar begannen die Hessen vor rund 44.000 Zuschauern gewohnt engagiert und übernahmen früh die Kontrolle über das Spiel, vor dem Nürnberger Strafraum fehlte aber zunächst die letzte Konsequenz, wie bei dem Schuss des Japaners Takashi Inui nach zwölf Minuten.

Die Gäste folgten Vehs Prognose, die Eintracht "zu locken" und beschränkten sich in der ersten Halbzeit auf ihr Konterspiel, mit dem allerdings in den vergangenen acht Auswärtsspielen kein Sieg gelungen war. Timothy Chandler, der neun Jahre lang das Eintracht-Trikot getragen hatte, vertändelte gegen Inui (15.).

Trapp rettet mehrfach

Nach 22 Minuten musste dennoch Trapp in höchste Not retten, als er den Schuss von Mike Frantz glänzend hielt. Im Anschluss verhinderte der U-21-Nationaltorwart noch zweimal die Gäste-Führung gegen Stürmer Tomas Pekhart (25./34.).

Auf der Gegenseite hatte sich zwischenzeitlich Alexander Meier mit einem Distanzschuss versucht, der aber nur das Außennetz streifte (30.). In der Folge wurde der Aufsteiger wieder etwas stärker, konnte aber bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Christian Dingert keine entscheidenden Akzente mehr setzen.

Nürnberg sehr unbequem

"Sich für keinen Weg zu schade und für den anderen da zu sein", hatte FCN-Trainer Michael Wiesinger vor dem Spiel gefordert und seiner Spieler behielten diese Marschroute auch zu Beginn der zweiten Hälfte bei.

Die Gäste machten es den Hausherren zunehmend schwerer, deren in dieser Saison so erfolgreiches Offensivspiel aufzuziehen.

Inui scheitert an Schäfer

Nach 52 Minuten fand Inui dennoch eine Lücke, scheiterte mit einem schwachen Schuss aber an FCN-Torwart Raphael Schäfer.

Nürnberg blieb bis zum Ende gefährlich, aber am Ende langte es nur zu einem Punkt.