Bayern und das Nord-Quartett sind die Sieger des Spieltags, doch im Blickpunkt stehen die Verlierer Schalke, Stuttgart und BVB.

Es gab einige Sieger an diesem 21. Spieltag. Allen voran Spitzenreiter Bayern, der seinen Vorsprung auf nunmehr 15 Punkte ausbaute und jetzt wohl auch mit seiner Regionalliga-Zweitvertretung die Meisterschaft nicht mehr verspielen würde.

Oder das Nord-Quartett Hamburger SV, Werder Bremen, VfL Wolfsburg und Hannover 96, das nach seinen Erfolgen im Schneckenrennen um die Europa League wieder Morgenluft wittert.

Im Blickpunkt standen aber die Verlierer. Wie Fürth und Hoffenheim, für die der Abstieg immer wahrscheinlicher wird.

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Beruhigend für Schalke und Stuttgart, dass der Rückstand des abgeschlagenen Trios am Tabellenende schon so groß ist.

Denn in der Verfassung der vergangenen Wochen wären die beiden Traditionsklubs klare Abstiegskandidaten.

Der VfB hat fünf Spiele in Folge verloren und schon werden Erinnerungen wach an Bruno Labbadias Rückrunden-Talfahrten in Leverkusen und Hamburg, die letztlich dort zu seinem Rauswurf führten.

In Stuttgart hat der Ex-Profi dagegen zwei Jahre recht erfolgreich gearbeitet, weswegen erst kürzlich sein Vertrag bis 2015 verlängert wurde.

Doch hält der Absturz an, dürfte das Papier bald nichts mehr wert sein.

Noch weniger trauen kann man der festen Zusage der Schalker Vereinsführung nach der Entlassung von Huub Stevens, die Saison auf jeden Fall mit Nachfolger Jens Keller zu Ende zu bringen.

Denn unter dem einst bereits als Vorgänger von Labbadia in Stuttgart schnell gescheiterten Keller sind die Königsblauen nur noch ein Schatten des starken Teams der ersten Saisonphase.

Nur einen Sieg gab es in den letzten elf Spielen, der Angsthasen-Fußball beim 0:4 in München glich einem Offenbarungseid.

Weil Manager Horst Heldt, der damals auch beim VfB Keller beförderte, aber frühestens im Sommer einen neuen Chefcoach mit Format und Perspektive wie Thomas Tuchel oder Armin Veh präsentieren kann, rutscht Schalke sehenden Auges dem Abgrund entgegen.

Probleme, die Borussia Dortmund nach den Höhenflügen der letzten zwei Jahre nicht mehr kennt. Doch auch der Double-Gewinner des Vorjahres ist einer der großen Verlierer des Spieltags.

Nach dem 1:4-Heimdebakel gegen den HSV fährt der Meister körperlich und geistig angeschlagen zum Champions-League-Achtelfinale in die Kälte von Donezk.

Gut möglich, dass die Dortmunder in den nächsten Wochen in Königsklasse und DFB-Pokal beim FC Bayern die gesamte Saison verspielen.

Wie schnell man im Abwärtsstrudel zu ertrinken droht, zeigen die Beispiele Schalke und Stuttgart.

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