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Startelf-Comeback nach 91 Tagen: Bayern-Star Arjen Robben © getty

90 Minuten Spielzeit, eine Vorlage und gute Laune: Nach seinem Startelf-Comeback spricht Robben über Ungeduld und Jupp Heynckes.

Vom FC Bayern berichtet Tom Vaagt

München - Arjen Robben konnte wieder lachen. Und strahlen. Und scherzen.

Die Welt, die er nach seinem Kurzauftritt in der Vorwoche bei Mainz 05 noch so verflucht hatte, war nun wieder Teil seines Herzens. Beim 4:0 gegen Schalke 04 (Bericht) durfte der Flügelflitzer von Bayern München von Beginn an ran - erstmals seit 91 Tagen.

Mit einer Vorlagen und zahlreichen guten Aktionen zahlte er das Vertrauen von Trainer Jupp Heynckes zurück und war anschließend "ganz zufrieden".

"Wenn ich ein Weltklassespiel und drei Tore gemacht hätte, wäre das nach so einer Pause auch nicht normal gewesen", sagte der Niederländer.

Zudem sprach er über seine Ungeduld vor dem Comeback, die vermeintlichen Meinungsverschiedenheiten mit Heynckes und erklärte, warum die Bayern trotz des Vorsprungs von 15 Punkten auf den BVB noch nicht Meister sind.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Frage: Herr Robben, wie haben Sie Ihr Comeback in der Startelf erlebt?

Arjen Robben: Es war schön und wichtig für mich, wieder von Anfang an auf dem Platz zu stehen. Ich muss ja meinen Rhytmus finden. Natürlich muss man Geduld haben. Aber man braucht auch Spiele, um wieder reinzukommen.

Frage: Mit Ihrer Geduld schien es zuletzt aber nicht so weit her zu sein. Sie wirkten frustriert und ließen sich in der Länderspielpause zu einer Spitze gegen Jupp Heynckes hinreissen ...

Robben: Ich habe überhaupt nichts in diese Richtung gesagt. Das ist ein Problem in Deutschland. Vielleicht ist es die Mentalität. Es ist völlig normal, dass man enttäuscht ist, wenn man nicht spielt. Ich bin nicht schwierig. Aber ich kann in so einer Situation ja auch keine Polonaise veranstalten und Ehrenrunden drehen.

Frage: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Leistung gegen Schalke?

Robben: Für das erste Spiel nach so einer langen Pause bin ich ganz zufrieden. Wenn ich ein Weltklassespiel und drei Tore gemacht hätte, wäre das nach so einer Pause auch nicht normal gewesen.

Frage: Nach Bayerns Sieg gegen Schalke und der BVB-Niederlage gegen den HSV hat Ihr Team nun 15 Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger. Ist Ihnen der Titel überhaupt noch zu nehmen?

Robben: Dieser Samstag war ein richtig großer Schritt. Natürlich dürfen wir davon überzeugt sein, dass wir die Meisterschaft gewinnen. Wir dürfen diesen Vorsprung nicht mehr verlieren. Aber wir müssen auch konzentriert bleiben.

Frage: Könnte die Konzentration unter dem immensen Vorsprung leiden?

Robben: Wir werden jeden Gegner seriös respektieren und immer weiter machen. Auch wenn es noch so viel Spaß macht, darf man nicht übertreiben. Wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben.

Frage: Kann sich die Mannschaft noch weiter steigern oder hat sie das Maximum erreicht?

Robben: Besser geht es immer. Es ist wichtig, dass wir stabil bleiben. Die ganz großen Spiele kommen ja noch: Dortmund im Pokal und die Champions League.

Frage: Sind Sie jetzt wieder Stammspieler? Haben Sie Thomas Müller aus der Elf verdrängt?

Robben: Natürlich würde ich jetzt gerne weiterspielen, um noch stärker zu werden. Aber das ist die Entscheidung des Trainers. Thomas und ich können auch zusammenspielen.

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