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In der Hinrunde kassierte Beck (r.) mit Hoffenheim in Leverkusen eine 2:5-Packung © imago

Das Nationalelf-Debüt ist abgehakt: Hoffenheims Andreas Beck blickt im Interview mit Sport1.de gelassen aufs Freitagsspiel gegen Leverkusen.

Von Martin van de Flierdt

München - Andreas Beck hat trotz seines jungen Alters von gerade einmal 21 im Fußball schon einiges erlebt.

Als Ergänzungsspieler wurde er mit dem VfB Stuttgart 2007 Deutscher Meister.

Seit seinem Wechsel zu Aufsteiger 1899 Hoffenheim überrascht Beck mit attraktivem Offensivfußball die Bundesliga.

Und seit Mittwoch darf sich der in Russland geborene Youngster (Spielerporträt) auch deutscher Nationalspieler nennen: Beck debütierte in der zweiten Halbzeit des Testspiels gegen Norwegen (0:1). (Kein Mumm, keine Ideen)

Doch Zeit zur Freude bleibt dem bekennnenden Bücherwurm nicht. Schon am Freitag geht es mit Hoffenheim im Bundesliga-Topspiel gegen Bayer Leverkusen weiter (ab 20 Uhr LIVE).

Für Beck aber kein Problem "Ich kann mit vollem Einsatz am Freitag auf dem Platz stehen", sagt er im Interview mit Sport1.de.

Sport1.de: Herr Beck, was bedeutet Ihnen eigentlich Ihr Debüt in der Nationalelf?

Andreas Beck: Es war immer mein Traum für die deutsche Nationalelf zu spielen. Ich bin froh, dass ich zum Einsatz gekommen bin. Trotz der Niederlage war es eine intensive und tolle Erfahrung für mich. Ich hoffe natürlich, dass ich das nächste Mal einen Sieg miterleben kann.

Sport1.de: Ab welchem Zeitpunkt Ihrer Karriere haben Sie das Ziel Nationalelf für realistisch gehalten?

Beck: Sicherlich war der Wechsel im Sommer vom VfB nach Hoffenheim ein entscheidender Schritt. Wichtig für mich ist es, Woche für Woche zu spielen und mein Bestmögliches auf dem Platz zu geben. Die Entwicklung der ganzen Mannschaft ist grandios und die Nominierung meiner Person hängt auch zu einem großen Teil mit der tollen Hinrunde zusammen.

Sport1.de: Jeder Klub, jedes Team hat eine eigene Atmosphäre. Wie würden Sie die bei der Nationalelf beschreiben?

Beck: Ich habe die U18, U19 und U21 Nationalmannschaften durchlaufen. Es war immer was Besonderes, zu den Auswahlmannschaften eingeladen zu werden. Ich habe nun sehr positive Eindrücke mitgenommen und freue mich natürlich über weitere Nominierungen.

Sport1.de: Vor einem Jahr haben Sie noch in Stuttgart um einen Stammplatz gekämpft, in Hoffenheim sind Sie Stammspieler und kämpfen um die Meisterschaft. Dazu kommt nun auch noch das Länderspiel. Wie schützen Sie sich vor dem Gedanken, dass es nicht immer weiter so aufwärts gehen kann?

Beck: Klar wird es auch Zeiten geben, in denen es nicht so läuft - das ist völlig normal. Ich versuche aber immer, mit voller Konzentration meine Leistung abzurufen.

Sport1.de: Heute geht es für Hoffenheim bereits gegen Leverkusen. Inwiefern ist die kurze Pause problematisch?

Beck: Darüber mache ich mir keine Gedanken. Am Donnerstag habe ich noch regeneriert, jetzt kann ich mit vollem Einsatz wieder auf dem Platz stehen.

Sport1.de: Im Hinspiel kassierte Ihre Mannschaft mit 2:5 eine herbe Pleite. Was hat das Team seitdem dazu gelernt?

Beck: Das Leverkusen-Hinspiel war tatsächlich eine harte Niederlage. Da haben wir unsere ersten Gegentore und gleichzeitig die erste Niederlage einstecken müssen. Aber unser Team hat aus den Fehlern gelernt. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen in die Partie und haben vor eigenem Publikum die Chance, uns zu revanchieren.

Sport1.de: Bayer ist nicht gerade ideal in die Rückrunde gestartet. Für wie stark halten Sie Leverkusen?

Beck: Das ist eine starke Mannschaft, die sehr frischen Offensivfußball spielt. Gerade weil sie nicht so gut in die Rückrunde gestartet sind, wird dieses Spiel besonders schwer für uns.

Hier geht's zum zweiten Teil des Interviews

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