Jetzt neu: der wöchentliche Fußball-Blog auf Sport1.de. Zum Auftakt gehts um Schalkes Kampf gegen die Hacker und andere Bösewichter.

Alles sollte in der Rückrunde besser werden auf Schalke, nicht nur sportlich.

Auch die Außendarstellung des "Chaos-Klubs" sollte runderneuert werden.

Im Zuge dessen übernahm an Stelle des langjährigen Pressesprechers S04-Vorstandsmitglied Peter Peters die Oberhoheit über die Außendarstellung.

Schließlich ist der bisher meist im Hintergrund tätige Peters als Mitglied im DFL-Vorstand und im DFB-Präsidium einer der wichtigsten Strippenzieher im deutschen Fußball und zudem ausgebildeter Zeitungsredakteur.

"Wir werden uns nicht mehr alles gefallen lassen", schob er in seiner Antrittserklärung die Schuld für die Negativschlagzeilen erstmal den Medien zu.

Dabei waren weder die sportliche Talfahrt der Hinrunde noch die Flucht von Kevin Kuranyi aus der Nationalmannschaft oder die Party-Exzesse von Rafinha und Co. eine Erfindung der Presse.

Doch egal. "Wir nehmen uns das Recht heraus, über unsere Medien, also die Vereinszeitung Schalker Kreisel und unsere Internet-Homepage, die Dinge zu kommentieren", so Peters.

Das allerdings hat dann doch nicht ganz so gut geklappt.

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So begründete Schalke den Kurztrip von Jefferson Farfan in seine Heimat Peru mit dem Besuch der im Sterben liegenden Oma.

Als herauskam, dass beide Großmütter kerngesund sind und vielmehr Beziehungsstress mit Freundin Melissa der Grund war, stellte Schalke ein Interview mit dem Spieler auf die eigene Homepage.

Dessen Begründung für die (falsche) Mitteilung des Klubs: "Oh, ich fürchte, da ist wohl etwas bei der Übersetzung schief gegangen."

Eine falsche Übersetzung, zumindest im übertragenen Sinne, wäre auch eine gute Rechtfertigung für das Hin und Her bei Kevin Kuranyi gewesen.

Der bei den Fans mittlerweile äußerst unpopuläre Spieler verkündete vollmundig im "kicker" und dem DSF, dass er kein Vertrauen der Vereinsführung mehr spüre und sein Verbleib auf Schalke über den Sommer hinaus äußerst fraglich sei.

Wenig später behauptete Kuranyi auf der S04-Homepage dann das genaue Gegenteil: "Ich will mich hier bei Schalke 04 durchsetzen und beweisen."

Diese neue Methode des Dementis in eigener Sache bezeichnete eine ortsansässige Zeitung treffend als "Schalker Selbstgespräche".

Da kam es umso überraschender, dass die Königsblauen am Mittwochabend endlich mal selber eine hochexklusive Meldung auf ihrer Homepage präsentierten: Den Kuranyi-Rauswurf.

"In einer außerplanmäßigen Sondersitzung der Vereinsführung wurde heute entschieden, dass Kevin Kuranyi von seinen vertraglichen Pflichten gegenüber Schalke 04 bis auf Weiteres befreit wird", war dort zu lesen.

Die Meldung, sofort von "bild.de" übernommen, war so exklusiv, dass beim Verein niemand etwas davon wusste: Computer-Hacker hatten die Vereinsseite sabotiert, Kuranyi bleibt zum Ärger einiger Anhänger (vorerst) Schalker.

Nun sucht laut "Bild" eine "Soko Kuranyi" nach den Schuldigen, und man darf gespannt sein, was diese Sondereinheit alles ans Licht bringen wird.

Vielleicht waren ja auch die Meldungen über Farfans Ausflug nach Südamerika und Kuranyis Wechselgerüchte Falschmeldungen - vielleicht sogar die Ergebnisse aus der Hinrunde?

Und wer war der Übeltäter? Ein Dortmunder? Mirko Slomka? Kevin Kuranyis Frau? Rudi Assauer? Oder Simone Thomalla?

Antworten auf diese und andere Fragen in Kürze auf schalke04.de.

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