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Maximilian Beister (l.) erzielte gegen Greuther Fürth den Ausgleich für den Hamburger SV © getty

Hamburg kann gegen Schlusslicht Greuther Fürth seine Dominanz nicht in einen Sieg ummünzen und lässt eine große Chance liegen.

Hamburg - Der Hamburger SV hat im Kampf um die Europa-League-Plätze einen weiteren Rückschlag erlitten.

Eine Woche nach der 1:5-Niederlage in Hannover kam der HSV gegen Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Norddeutschen scheiterten immer wieder an Gäste-Torwart Wolfgang Hesl. Fürth blieb zwar auch im zweiten Spiel unter Interimstrainer Ludwig Preis ungeschlagen, hätte aber im Kampf gegen den Abstieg dringend einen Sieg benötigt.

"Wir hätten zur Halbzeit zurückliegen können. Ich habe dann gesagt, dass wir in der zweiten Halbzeit mehr Mut zeigen müssen. Wir hätten aus den drei Großchancen ein Tor machen müssen, aber den Punkt nehmen wir gerne mit", sagte Preis.

Fink nur mit einer Halbzeit zufrieden

"In der ersten Halbzeit war ich mit dem Spiel und unserer Einstellung zufrieden, in der letzten halben Stunde kam dann das 1:5 aus der Vorwoche gegen Hannover vielleicht etwas zum tragen. Der Glaube dann weiterzumachen wenn es nicht so läuft, hat etwas gefehlt", erklärte HSV-Trainer Thorsten Fink.

Nikola Djurdjic brachte die Gäste in der 14. Minute vor 47.206 Zuschauern in Hamburg in Führung. ( 682199 DIASHOW: Der 24. Spieltag )

Thomas Pledl hatte den Serben mit einem exakten Steilpass bedient, Djurdjic hob den Ball zu seinem zweiten Saisontreffer über Hamburgs chancenlosen Nationalkeeper Rene Adler.

Nur sieben Minuten später schlugen die Hausherren zurück. Dennis Aogo legte mit dem Kopf auf Maximilian Beister ab, der U-21-Nationalspieler vollendete gekonnt zu seinem dritten Tor in dieser Spielzeit.

Starker Beginn des HSV

Hoch motiviert, mit viel Ballbesitz und jederzeit torgefährlich:

Der Hamburger SV machte von Begin an klar, dass er eine Woche nach dem Debakel von Hannover seine Fans mit einem Sieg versöhnen wollte.

Es dauerte nicht einmal eine Minute, da hätten die Gastgeber schon führen können. Linksverteidiger Marcell Jansen köpfte jedoch freistehend über das Tor.

Beister lässt Großchance liegen

Fürth hatte besonders anfangs große Probleme in der Defensive und ließ sich mehrfach überrumpeln.

Beister, von Trainer Thorsten Fink neu in die Startelf beordert, tauchte in der dritten Minute frei vor dem Tor auf.

Doch der Angreifer verlor die Übersicht und ließ sich von Fürths Torwart, dem ehemaligen Hamburger Hesl, aus dem Tritt bringen.

Djurdjic schlägt zu

Auf der Gegenseite bekam Nationaltorwart Adler eine Woche nach seiner schwachen Leistung zunächst keine Chance sich auszuzeichnen, zu fehlerhaft war das Passspiel der Gäste im Mittelfeld.

Doch nach einem Ballverlust der Hanseaten im Spielaufbau schaltete Fürth blitzschnell um - und Djurdjic war plötzlich da.

Hamburg nutzt Chancen nicht

Der Gastgeber schüttelte sich kurz und schlug dann in Person von Beister zurück.

Nun war der HSV wieder klar am Drücker, Fürths Verteidigung ließ Chance um Chance zu.

Doch die Hausherren agierten fahrlässig vor Hesls Tor: Erst scheiterte erneut Beister an dem Torhüter (27.), dann zielte Rafael van der Vaart aus zehn Metern zu ungenau.

HSV im Glück

Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Fürth präsentierte sich lange überfordert, die Hamburger unkonzentriert.

Van der Vaart hätte in der 50. Minute die Führung erzielen müssen, doch der niederländische Nationalspieler schoss Hesl in die Arme.

Auch Fürth sendete mit zunehmender Spieldauer häufiger offensive Lebenszeichen, wie bei einer Riesenchance von Djurdjic (66.).

Kurz darauf hätte das Schlusslicht sogar einen Elfmeter kriegen können. Adler ließ einen Fernschuss von Geis nach vorne abprallen, Jansen behinderte Felix Klaus beim Nachschuss.

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