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Werner (r.) traf für Augsburg © getty

Augsburg feiert den nächsten Coup und zieht Bremen in den Abstiegskampf. Werder scheitert am eigenen Unvermögen, Pfoste und Latte.

Bremen - Angstgegner FC Augsburg hat Werder Bremen in den Abstiegskampf gezogen und sich selbst weiter vom Tabellenende abgesetzt. Der Tabellen-16. setzte sich bei den Hanseaten nicht unverdient mit 1:0 (1:0) durch und blieb damit auch im vierten Aufeinandertreffen mit den Grün-Weißen ungeschlagen.

Vor 39.211 Zuschauern im fast ausverkauften Weserstadion nutzten die Gäste gleich die erste Gelegenheit in der 29. Minute zum Tor des Tages. Nach einer Kette von Missverständnissen war Tobias Werner aus kurzer Distanz per Kopfball erfolgreich. Für die Norddeutschen war es die dritte Niederlage nacheinander.

Nur in der ersten halben Stunde waren die Platzherren das deutlich aktivere Team, schon nach vier Minuten hatten die Gäste Glück, dass Mehmet Ekici nach sehenswertem Alleingang den Ball knapp am rechten Pfosten vorbeischoss. Sieben Minuten später verzog der Belgier Kevin de Bruyne aus aussichtsreicher Position.(682199DIASHOW: Der 24. Spieltag)

Bremen planlos

Die Schwaben beschränkten sich in dieser Phase vornehmlich auf die Defensivarbeit. Erst nach einer weiteren Bremer Großchance durch den Österreicher Marko Arnautovic (18.) wurde die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl mutiger und startete erste Gegenattacken, die rasch mit dem Torerfolg belohnt wurden.

In der Folgezeit wurden die Aktionen der Norddeutschen immer hektischer und planloser, erste Pfiffe waren in der Arena zu hören. Augsburg stand von Minute zu Minute stabiler und fand immer besser in die Begegnung.

Nach dem Seitenwechsel ersetzte Werder-Coach Thomas Schaaf Ekici durch Eljero Elia. Aber auch mit dem Niederländer wurden die Bremer Aktionen nicht gefährlicher, im Gegenteil: In der 53. Minute hätten die Augsburger beinahe ein zweites Tor erzielt, Andre Hahn verpasste aus spitzem Winkel nur knapp.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Hunt tifft nur die Latte

Vier Minuten später kam Hahn erneut zum Schuss, fand aber in Sebastian Mielitz seinen Meister. Pech hatte Werder-Kapitän Aaron Hunt, der in der 68. Minute die Oberkante der Latte traf.

Mielitz und der Grieche Sokratis waren noch die stärksten Akteure im Team von Schaaf, der den gesperrten Innenverteidiger Sebastian Prödl nicht einsetzen konnte. Beste Augsburger Akteure waren Abwehrchef Jan-Ingwer Callsen-Bracker sowie der sehr ballsichere Koreaner Koo Ja-Cheol.

FCA-Mannschaftskapitän Daniel Baier sah die fünfte Gelbe Karte und muss im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg pausieren. Auch der Bremer Sokratis muss am kommenden Wochenende eine Gelbsperre absitzen.