Bei BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke lohnt sich im Doppelpass der Blick zwischen die Zeilen. Dortmunds Ehrgeiz ist klar.

Ich habe Hans-Joachim "Aki" Watzke immer als sehr intelligenten Menschen mit viel Fußball-Sachverstand erlebt.

Es wundert mich also nicht, dass wir beim BVB-Boss vor allem auf die Zwischentöne hören müssen, um seine Musik zu verstehen. Deshalb lohnt es sich seinen Doppelpass-Auftritt mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Eine Kostprobe gefällig?

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"Meine Wunschvorstellung ist es, dass Robert auch in der nächsten Saison bei uns spielt". Das ist nichts anderes als Pokern auf höchstem Niveau: Beim richtigen Angebot kann er zum FC Bayern wechseln, die Kohle muss stimmen.

"Wir werden im Sommer deutlich investieren. Sowohl in die Breite, als auch in die Tiefe." Bedeutet: Wir greifen den FC Bayern wieder an und zwar mit aller Macht.

Über Klopps Plagiat-Vorwurf: "Der Vergleich war schief, aber sachlich nicht falsch." Heißt übersetzt: Sorry, aber wir nehmen nichts zurück.

"Der Schalker Kreisel, das war ja in den dreißiger Jahren" bedeutet: Unser Revier-Rivale lebt auch nur von seiner Vergangenheit.

Hans-Joachim Watzke ist dabei selbst eine Kopie zu werden und zwar im positiven Sinne. Er erinnert mich immer mehr an Uli Hoeneß.

Watzke spricht unbequeme Wahrheiten aus oder empfinden wir nicht alle den Namen "Rasenball Leipzig" als Verarschung? Er stößt wichtige Diskussionen an oder vertragen wir wirklich noch mehr Werksklubs in der Bundesliga?

Und: Er legt sich ohne Angst mit seinen sportlichen Widersachern an. Ein echter Uli eben, nur nicht immer so laut und emotional, sondern eher sachlich und mit spitzer Zunge. Bei "Aki" Watzke machen eben die Zwischentöne die Musik und auch die kann im Konzert der Großen ziemlich laut werden.

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