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Mario Gomez (r.) kam 2001 vom SSV Ulm 1846 zum VfB Stuttgart © getty

VfB-Trainer Markus Babbel bleibt in der Liga ungeschlagen. Dabei verspielt sein Team in einem turbulenten Spiel eine 2:0-Führung.

Hannover - Hannover 96 hat einen weiteren Rückschlag im Abstiegskampf der vermieden, aber am Ende einer engagierten Aufholjagd auch einen möglichen Sieg verpasst.

Nach einem frühen 0:2-Rückstand schafften die Niedersachsen gegen den VfB Stuttgart die Wende zum 3:2, mussten sich aber schließlich mit einem 3:3 (2:2) begnügen.

Dennoch bescherte Hannover seinem zuletzt unter Druck geratenen Trainer Dieter Hecking einen wichtigen Punktgewinn.

Die internationalen Ambitionen der Stuttgarter erhielten durch das Unentschieden hingegen einen Dämpfer.

Babbel weiter ohne Niederlage

VfB-Teamchef Markus Babbel blieb auch im sechsten Ligaspiel in verantwortlicher Position ohne Niederlage.

Vor 31.127 Zuschauern in Hannovers WM-Arena hatten Mario Gomez (7.) und Martin Lanig (22.) für eine scheinbar sichere Führung der Gäste gesorgt.

Doch die Platzherren glichen mit zwei Toren kurz vor der Pause aus. Jiri Stajner besorgte zunächst den Anschlusstreffer (43.), ehe der im Winter vom VfL Wolfsburg verpflichtete Jacek Krzynowek zum 2:2 einschoss (45.+2).

Joker Mikael Forssell (85.) erzielte in einer turbulenten Schlussphase sogar das 3:2, ehe Thomas Hitzlsperger (88.) noch der Ausgleich für die Schwaben gelang.

Hannover defensiv schwach

Hannover schien zunächst an die desaströse Leistung der 1:3-Niederlage bei Energie Cottbus am vergangenen Wochenende anzuknüpfen.

Besonders in der Defensive offenbarte 96 immer wieder Zuordnungsprobleme und ein zum Teil haarsträubendes Zweikampfverhalten.

Gomez nutzte dies nach einem schönen Zuspiel seines Nationalmannschaftskollegen Hitzlsperger eiskalt aus, schüttelte den indisponierten Mario Eggimann mühelos ab und erzielte das Stuttgarter 1:0.

Chancen durch Schulz und Fahrenhorst

Die Platzherren kamen im Anschluss zu guten Möglichkeiten durch Christian Schulz (10.) und Frank Fahrenhorst (11.), brachten sich durch ihre Abwehrschwächen aber auch immer wieder selbst in Bedrängnis.

So zeigte sich 96 auch beim zweiten Gegentreffer nicht entschlossen genug, ließ den VfB im Mittelfeld gewähren und Lanig zum 0:2 einschieben.

Nach 34 Minuten zog Hecking die Notbremse, nahm Eggimann aus dem Spiel und zog Schulz zurück in die Innenverteidigung.

Stuttgart verwaltet Vorsprung

Während die Stuttgarter den Vorsprung nur noch verwalteten, kam Hannover langsam besser ins Spiel und wurde belohnt.

Stajner traf nach einer Ecke, kurz darauf krönte Krzynowek sein Heimdebüt mit einem direkt verwandelten Freistoß aus rund 18 Metern.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Hannover, den Schwung aus der Schlussphase der ersten Halbzeit mit in den zweiten Spielabschnitt zu nehmen.

Wirklich zwingende Aktionen blieben aber Mangelware. Auch der VfB kam aufgrund der nun gefestigten Defensive der Gastgeber kaum noch einmal zu gefährlichen Chancen.

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