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Torsten Frings (l.) und Filip Daems gaben vollen Einsatz für ihre Teams © getty

Der überragende Schlussmann rettet Borussia Mönchengladbach einen Punkt an der Weser. Werder bleibt in der Krise.

Bremen - Vize-Meister Werder Bremen hat auch gegen Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach nicht aus seiner sportlichen Krise gefunden.

Trotz hoch überlegener Spielweise reichte es für die Hanseaten gegen die Westdeutschen, die sich beim überragenden Torhüter Logan Bailly bedanken konnten, nur zu einem 1:1 (0:0).

Mit seinem 11. Saisontreffer brachte Claudio Pizarro die Hanseaten in der 77. Minute zwar in Führung, doch zwei Minuten später glichen die Gäste durch Michael Bradley noch aus.

Der US-Amerikaner hatte zuletzt zwei Tore in der WM-Qualifikation gegen Mexiko erzielt.

Vor 41.332 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion hatten es sich die Platzherren aber selbst zuzuschreiben, dass sie in der Bundesliga-Rückrunde weiterhin auf ihren ersten Sieg warten müssen.

Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf agierte zwar äußerst feldüberlegen, vergab aber mehr als ein Dutzend guter bis sehr guter Torgelegenheiten und hielt damit den äußerst defensiv eingestellten Tabellenletzten lange im Spiel.

Marin kommt erst spät

Gäste-Coach Hans Meyer hatte erneut darauf verzichtet, Marko Marin in die Startformation zu stellen, der Nationalspieler wurde erst in der Schlussviertelstunde eingewechselt.

Ohne den gesperrten Torjäger Rob Friend tat sich bei den Rheinländern in der Offensive herzlich wenig, doch ihre Abwehrarbeit verrichteten die Mönchengladbacher vorbildlich. Insbesondere Bailly brachte die Norddeutschen fast zur Verzweiflung und war während der neunzig Spielminuten fast unbezwingbar.

Auch Innenverteidiger Steve Gohouri erwies sich als Turm in der Schlacht und erstickte viele Angriffsversuche der Bremer bereits im Keim. Dennoch wäre ein "Dreier" für die Gastgeber verdient gewesen, denn speziell in der zweiten Halbzeit taten die Borussen praktisch gar nichts mehr für die Offensive.

Borussia nervenstark

Aber auch in einer hektischen Schlussphase behielt Borussias Hintermannschaft die Nerven und ließ keinen weiteren Treffer der Werderaner zu.

Bei den erneut ohne den gesperrten Spielmacher Diego angetretenen Bremern, die nach diesem Unentschieden weiterhin nur Tabellenzehnter sind, verdienten sich Pizarro, Frings und der frischgebackene Nationalspieler Mesut Özil die besten Noten.

Bailly und Gohouri ragten aus dem Gästeteam heraus, das seit nun mehr 23 Jahren in der Hansestadt auf einen Sieg wartet.

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