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Nationalstürmer Lukas Podolski (r.) spielt ab Sommer für den 1. FC Köln © imago

FC Bayern: Klinsmann sortiert den genesenen Nationalspieler aus - vorerst. Landon Donovan scheint einen Bonus zu besitzen.

Von Daniel Rathjen

München - Der Boulevard berichtete bereits vom "Bruch" zwischen Jürgen Klinsmann und Lukas Podolski.

Der Trainer des FC Bayern verzichtete gegen Hertha BSC (der Nachbericht) auf den Nationalspieler.

Und das, obwohl der Angreifer vollkommen gesund ist.

Am kommenden Spieltag könnte der Aussortierte plötzlich wieder wichtig werden. "Wir spielen jetzt zuhause gegen Köln und müssen gewinnen", ließ Bayern-Manager Uli Hoeneß verlauten.

Er kündigte an: "Poldi ist gesund, da wird er wieder im Kader sein." Aber ob Klinsmann das auch so sieht?

Podolski bleibt gelassen

"Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich in Berlin nicht dabei war", hatte Podolski, der das Spiel zu Hause am Pilsensee am TV verfolgte, zuvor dem "Express" gesagt.

Der 23-Jährige reagierte insgesamt gelassen. "Die Entscheidung des Trainers kam für mich nicht überraschend. Ich kann nur sagen: Ich bin seit längerem wieder fit und war einsatzbereit."

Dononvan hat Bonus

Für den künftigen Kölner hatte Ex-Nationalcoach Klinsmann den US-Auswahlspieler Landon Donovan als weiteren Angreifer neben seinem Stamm-Sturmduo Luca Toni/Miroslav Klose mit nach Berlin genommen ("Poldi beklagt sich über Klinsmann").

Noch vor der Halbzeit musste der italienische Weltmeister Toni verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam Donovan.

Der US-Amerikaner blieb blass. In einer Phase in der zweiten Hälfte, als der FC Bayern einen Schuss Kreativität nötig gehabt hätte, wäre "Poldi" eine Alternative gewesen.

Doch in München scheint der Linksfuß einen sehr schweren Stand zu haben. Erst recht, seitdem seine Rückkehr zum 1. FC Köln im Sommer feststeht.

Möglich also, dass Podolski, um überhaupt Spielpraxis zu erlangen, sogar in der Bayern-Reserve in der Dritten Liga ran muss.

Spielpraxis in der Dritten Liga?

"Das ist aber momentan kein Thema", versichert der Stürmer. Am 1. November 2008 - vor dreieinhalb Monaten - hatte er letztmals in der Liga gespielt.

Langsam drängen sich Fragen auf: Was bezweckt Klinsmann wirklich, und kommt "Poldi" überhaupt noch mal zum Einsatz?

"Das kann nur der Trainer entscheiden", weiß der Aussortierte.

Besonders spannend wird die Personalie im Vorfeld des 21. Spieltags, wenn ausgerechnet Podolskis künftiger Klub Köln in die Allianz Arena kommt.

Bangen um Toni

Denn dann könnte Podolski eventuell doch noch eine Chance bekommen. Der italienische Weltmeister leide an einer Achillessehnenreizung im rechten Bein und müsse deshalb in den kommenden Tagen im Training kürzertreten, berichtete der Verein auf seiner Homepage.

"Er hatte schon die ganze Woche eine Achillessehnenreizung mit sich rumgeschleppt", erklärte Klinsmann.

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