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Ivica Olic kam 2012 vom FC Bayern zum VfL Wolfsburg © getty

Wolfsburg kann gegen Düsseldorf den Anschluss an die obere Tabellenhälfte herstellen. Allerdings fehlen wichtige Spieler.

München - Der Sieger darf sich zumindest vorerst zurücklehnen, der Verlierer muss weiter zittern.

Ausgerechnet gegen seine "alte Liebe" Fortuna Düsseldorf (Fr., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) will sich Wolfsburgs Manager Klaus Allofs mit dem VfL endlich aller Abstiegssorgen entledigen - mit womöglich weitreichenden Folgen für die Rheinländer.

Denn bei einer Niederlage im Freitagsspiel der Bundesliga würden die Sorgen des Aufsteigers deutlich größer. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Unsere Interessen stehen am Freitag klar im Vordergrund", sagte Allofs, der als Spieler mit der Fortuna zwei Mal den DFB-Pokal gewann, der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung":

"Wir sind dran mit dem Heimsieg. Es wird sicher keine leichte Aufgabe, dennoch denke ich, dass wir uns am Ende durchsetzen werden."

Wölfe mit Blick nach oben

Das ist auch nötig, denn noch immer hinken die Wolfsburger den eigenen Ansprüchen hinterher.

30 Punkte, Tabellenplatz 12 - erst durch den überzeugenden 5:2-Erfolg am vergangenen Wochenende in Freiburg zog der VfL an den Düsseldorfern vorbei.

"Ich hoffe, dass sich die Mannschaft jetzt zuhause freischwimmt", sagte Trainer Dieter Hecking: "Wir wollen am Freitag nach Möglichkeit den Anschluss an die obere Tabellenhälfte finden."

Allerdings plagen Hecking große Personalsorgen. Spielmacher Diego fehlt nach seiner fünften Gelben Karte, Ivan Perisic (Innenbandanriss im Knie), Naldo (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Sotirios Kyrgiakos (Grippe) fallen ebenfalls aus.

Fortuna-Kapitän Lambertz fällt aus

Düsseldorfs Trainer Norbert Meier sieht darin aber keinen Vorteil für sein Team.

"Andreas Lambertz kann auch nicht spielen. Also gleicht sich das wieder aus", sagte der Fortunen-Coach mit einer gehörigen Portion rheinischen Humors zum Fehlen Diegos.

Der hatte beim 4:1 im Hinspiel, dem ersten Spiel nach der Entlassung von Trainermanager Felix Magath, die Düsseldorfer fast im Alleingang besiegt.

"Die Bundesliga ist gnadenlos"

Ohnehin sieht sich der Aufsteiger einmal mehr als Außenseiter - auch wenn den Gästen nach drei Spielen ohne Sieg jeder Zähler gut tun würde.

Sieben Punkte beträgt der Vorsprung auf den FC Augsburg auf dem Relegationsplatz.

"Es ist noch nichts entscheiden, und die Bundesliga ist gnadenlos", sagte Manager Wolf Werner der "FAZ": "Niemand sollte davon träumen, dass schon alles gesichert ist."

"Leidenschaft ist unser Weg"

Und auch Meier will sich trotz den Lobeshymnen nach dem knappen 2:3 bei Bayern München am vergangenen Wochenende nicht zurücklehnen.

"Wir haben das gebracht, was wir leisten können. Und darauf können wir auch stolz sein", sagte der 54-Jährige und erinnerte an die Tugenden im Kampf um den Klassenerhalt.

"Wir werden die Bundesliga nicht spielerisch auseinandernehmen, das muss doch jedem klar sein. Es geht zuerst um Leidenschaft, das ist unser Weg."

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Madlung, Kjaer, M. Schäfer - Träsch, Polak - Vieirinha, Kahlenberg (Arnold), Rodriguez - Olic

Düsseldorf: Giefer - Balogun, Latka, Malezas, van den Bergh - Bodzek, Tesche - Bolly, Kruse, Bellnghausen - Schahin (Reisinger).

Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)

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