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Lars Ricken ist auch in Zukunft für den BVB tätig
Lars Ricken gewann mit dem BVB 1997 die Champions League © imago

Das "Ewige Talent" hat genug und hängt im Alter von 32 Jahren seine Fußballschuhe an den Nagel. Jetzt hat er eine neue Aufgabe.

Dortmund - Ex-Nationalspieler Lars Ricken von Borussia Dortmund hängt im Alter von 32 Jahren seine Fußballschuhe endgültig an den Nagel.

Der Offensivspieler, der seit 1990 für den BVB spielte, stand noch zuletzt noch in Reihen der Reservemannschaft der Schwarz-Gelben.

Ricken, der sich 1997 mit seinem Tor zum 3:1 für die Borussia im Finale der Champions League gegen Juventus Turin in München als 20-Jähriger sportlich unsterblich machte, ist seit Juli vergangenen Jahres Nachwuchskoordinator beim sechsmaligen Deutschen Meister.

"Voll ausgelastet"

"Meine neue Aufgabe als Verantwortlicher im Nachwuchsbereich des BVB macht mir Riesenspaß, fordert aber auch mein totales Engagement und lastet mich voll aus", sagte Ricken.

Er fügte an: "Auch wenn ich mich körperlich noch gut fühle, bin ich doch der Überzeugung, dass es für mich nach 15 Profijahren auch aus gesundheitlichen Gründen richtig ist, mit dem Leistungssport aufzuhören."

Ricken bestritt 301 Bundesligaspiele für Dortmund und erzielte dabei 49 Tore, in 74 Europacupspielen traf er 14-mal.

Er war an drei deutschen Meisterschaften des BVB (1995, 1996, 2002) beteiligt.

Für Deutschland bestritt das einstige Ausnahmetalent 16 A-Länderspiele.

"Ein interessantes Leben"

"Es war immer mein Ziel, nach dem Fußball ein erfülltes und interessantes Leben zu führen. Natürlich hat dies nichts mehr mit den Arbeitszeiten eines Profis zu tun, aber der Verein hat mir die Möglichkeit gegeben, eine zweite Karriere zu starten. Und es macht mir richtig Spaß", sagt Ricken in einem Interview auf der Vereinshomepage.

Er will den Jugendlichen seine Erfahrungen mit auf den Weg geben. "Mein Vorteil ist, dass ich weiß, wie das Anforderungsprofil eines Profifußballers ist. Ich weiß, wie man den Weg vom Jugendfußballer zum Profi gehen kann."

Neuer Tagesablauf

Sein Tagesablauf hat mittlerweile nichts mehr mit dem eines Profis zu tun.

"Um 9 Uhr bin ich in der Geschäftsstelle und erledige die Sachen, die zu erledigen sind. Gegen 17 Uhr kommen die Jugendmannschaften zum Training. Da kann ich dann mit Trainern und Spielern sprechen. Das Ende ist dann offen."

Für die Zukunft hat sich Ricken ein Ziel gesetzt: "Ich erwarte von mir selbst, dass ich den Nachwuchs nicht nur verwalte, sondern stetig weiterentwickle."

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