vergrößernverkleinern
Folgt am 1. Juli 2013 auf Jupp Heynckes: Der künftige FCB-Trainer Guardiola © getty

Pep Guardiola übernimmt im Sommer den Trainerjob beim FCB. Die Spekulationen um die Kaderplanungen des Spaniers reißen nicht ab.

Von Mathias Frohnapfel

München - Manchmal ist die Gegenwart ein permanentes Zukunftsszenario. Gerade beim FC Bayern, besonders an der Säbener Straße.

Die Meisterschaft? Soll möglichst schon am kommenden Wochenende gegen den Hamburger SV perfekt gemacht werden. Wenn das nicht klappt, dann eben eine Woche später bei Eintracht Frankfurt. Der Titelgewinn ist so oder so sicher.

Der Kader für die kommende Saison? Da wird es schon schwieriger. "Was plant Pep", fragt sich wohl so mancher Bayern-Profi dieser Tage und blickt insgeheim schon über die nächsten Wochen hinaus.

Der künftige FCB-Trainer Pep Guardiola ist für viele Münchner eine Verheißung, das Versprechen auf noch glorreichere Tage. Für andere ist er ein Schreckgespenst. Der Spanier hat eine konkrete Spielphilosophie und dürfte den einen oder anderen Profi aussortieren.

So ist möglich, dass der Katalane künftig nur noch mit einem Sechser spielen lässt und auch sonst manch Operation am derzeitigen System vollzieht.

Besonders für Mario Gomez und Arjen Robben dürfte hochinteressant sein, wie Guardiola plant. Bei Jupp Heynckes kamen beide zuletzt nicht über eine Jokerrolle hinaus.

SPORT1 blickt auf die Situation der Bayern-Stars, die aktuell meist nur zweite Wahl sind:

Mario Gomez

Der Nationalstürmer hält sich mit Kommentaren zu seiner Situation beim FCB zurück, lauert weiterhin auf seine Chance.

Auf den Namen Robert Lewandowski reagiert Gomez gelassen, dabei könnte der Dortmunder Stürmer schon im Sommer nach München wechseln. Der FCB ist sich nach SPORT1-Informationen mit dem Angreifer bereits einig, lediglich der Zeitpunkt des Transfers unklar.

In dieser Bundesliga-Saison traf Gomez trotz seiner Jokerrolle und Verletzungspause bereits siebenmal. Falls sich der 27-Jährige entscheiden sollte, den Verein im Sommer zu verlassen, hat für ihn das Ausland Priorität. Und hochrangige Interessenten sollten sich problemlos finden lassen.

Arjen Robben

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat sich zuletzt effektvoll vor Arjen Robben gestellt. "Er spielt eine gute Saison und wird künftig eine wichtige Rolle bei uns haben, wenn er gesund bleibt", sagte Hoeneß.

Robbens Vertrag läuft noch bis 2015, Ex-Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld ist aber überzeugt, dass er aber schon ab Juli in einer anderen Kabine seinen Spind einräumt.

Nicht nur Galatasaray, auch Inter ist nach "Bild"-Informationen an Robben dran.

Eine Entscheidung wird aber erst nach Saisonende und ersten Gesprächen mit Guardiola fallen. Ein Abgang des Individualisten wäre dabei keine ganz große Überraschung, für Robben dürfte es schwer werden, sich in die Spielphilosophie des neuen Chefs zu integrieren.

Xherdan Shaqiri

Der Schweizer kam in der aktuellen Bundesligasaison bisher nur achtmal von Beginn an zum Einsatz. Unter Guardiola dürften seine Spielanteile zunehmen. Vielleicht nicht mehr auf dem Flügel, sondern in der Zentrale.

Von seinen körperlichen und technischen Voraussetzung passt Shaqiri perfekt ins Anforderungsprofil des künftigen FCB-Coaches.

Emre Can

Nach SPORT1-Information soll Can mehr Einsatzzeiten in der Bundesliga bekommen, sobald die Meisterschaft unter Dach und Fach ist.

Für den Juniorennationalspieler könnte sich zudem mit Blick auf die kommende Saison eine zusätzliche Möglichkeit ergeben, da der Vertrag von Anatoliy Tymoshchuk zum Saisonende ausläuft.

Allerdings ist bei Can auch eine Ausleihe denkbar.

Daniel van Buyten

Der Vertrag von Daniel van Buyten endet im Sommer, ob das gleichzeitig das Aus für den Belgier bedeutet, ist noch unklar.

Die Münchner holen in dem Mainzer Jan Kirchhoff einen weiteren Innenverteidiger. Zur neuen Saison steht auch Holger Badstuber nach seinem Kreuzbandriss wieder zur Verfügung.

Ein Abschied van Buytens nach sieben Jahren beim FCB ist folglich sehr wahrscheinlich.

Claudio Pizarro

Den Bayern-Bossen sagt Claudio Pizarros Spielweise zu, auch Guardiola dürfte über den technisch starken Stürmer intensiv nachdenken. In dieser Saison akzeptiert der Ex-Bremer ohne Klagen die Bank, sein Vertrag endet im Juni.

Gut möglich ist aber, dass die Bayern sich den Joker mit dem großen Schlitzohrpotenzial für ein weiteres Jahr sichern.

Rafinha

Der Brasilianer machte in dieser Saison erst acht Spiele für den FCB, auf der rechten Seite ist kein Vorbeikommen an Kapitän Philipp Lahm.

Rafinha ist aber ein sicherer Stellvertreter, mit dessen Hilfe Guardiola künftig - wie aktuell Heynckes - Lahm Pausen gönnen könnte.

Rafinhas Vertrag läuft bis 2014. Prognose: Er wird ihn erfüllen.

Anatoliy Tymoshchuk

Der Ukrainer wird die Münchner im Sommer verlassen. Womöglich zieht es den Routinier nach Dubai oder Katar.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel