Sollte Bayern am Samstag den Titel holen, gibt es nur ein Abendessen. Heynckes hat Juve im Blick und könnte eine B-Elf schicken.

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Vom FC Bayern berichtet Felix Götz

München - Keine Weißbierduschen, keine T-Shirts, kein Feuerwerk:

Der FC Bayern könnte am Samstag die 23. Meisterschaft der Klubgeschichte gewinnen - und kaum einer würde es merken.

Das ist zwar etwas zugespitzt, aber eine ausgelassene Fete verbieten sich die Bayern schon seit Tagen wie Fleischkonsum am Karfreitag (BERICHT: Partymuffel lassen ungelegte Eier kalt).

"Es wird nur ein gemeinsames Abendessen geben", sagte Trainer Jupp Heynckes bei der Pressekonferenz vor der Partie gegen den Hamburger SV (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Bei diesem Essen würde es "rheinischen Sauerbraten geben", witzelte Heynckes.

Kein Zapfenstreich

Alkoholische Getränke können sich die Stars des Rekordmeisters abschminken. "Man kann sich auch ohne Alkohol freuen", stellte Heynckes klar.

Einen Zapfenstreich werde er allerdings nicht verhängen: "Die Spieler sind so professionell, die wissen, was sie zu tun haben."

Schließlich steht für die Münchner nur drei Tage später das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Juventus Turin (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) auf dem Programm.

"Wir benötigen noch sechs Punkte"

Allerdings scheint Heynckes ohnehin nicht davon auszugehen, dass die Schale bereits am 27. Spieltag - nie zuvor hat ein Verein in der Bundesliga-Historie zu so einem frühen Zeitpunkt die Meisterschaft eingetütet - sicher ist.

Dafür müsste neben einem Bayern-Sieg der VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) mindestens ein Unentschieden erreichen.

"Rein rechnerisch benötigen wir noch sechs Punkte. So denke ich als Trainer", meinte Heynckes. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Heynckes warnt vor Hamburg

Außerdem seien auch drei Zähler gegen den HSV kein Selbstläufer.

"Hamburg ist unberechenbar. Ich habe die Mannschaft studiert und muss sagen, dass sie mir spielerisch sehr gut gefallen hat", warnte der 67-Jährige sein Team vor Nachlässigkeiten.

Mit welcher Elf Heynckes gegen die Norddeutschen antreten wird, ist noch offen.

Ribery wohl dabei

Franck Ribery ist mit einem verstauchten Zeh vom WM-Qualifikationsspiel der Franzosen gegen Spanien zurückgekehrt. Der Mittelfeldspieler konnte aber nach einem Tag Pause ganz normal am Abschlusstraining teilnehmen und wird gegen Hamburg wohl auflaufen.

Allerdings überlegt Heynckes, andere Spieler zu schonen, ein Kandidat für eine Pause wäre Thomas Müller. Womöglich treten die Münchner sogar nur mit einer verbesserten B-Elf an.

"Ich will noch abwarten und ein paar Gespräche führen. Dann werde ich entscheiden, ob der ein oder andere Spieler vielleicht nicht von Beginn an spielt", sagte Heynckes.

Martinez auf der Bank

Sehr wahrscheinlich ist, dass die Münchner mit Luiz Gustavo und Bastian Schweinsteiger auf der Doppelsechs agieren werden. Da Javi Martinez im Hinspiel gegen Juventus gelbgesperrt fehlt, soll sich das Duo einspielen.

"Sowas bietet sich ganz klar an", bestätigte Heynckes, der betonte, wie wichtig es sei, "ein Erfolgserlebnis mit in das Champions-League-Spiel gegen Juventus zu nehmen".

In der Innenverteidigung hat er sich für beide anstehenden Partien noch nicht festgelegt, ob neben Dante Jerome Boateng oder Daniel van Buyten spielen wird.

"Ich kenne Juventus sehr gut"

Wer auch immer auflaufen wird, Heynckes wird sein Team perfekt auf Turin einstellen. Er hat die "Alte Dame" ganz genau unter die Lupe genommen.

"Ich kenne Juventus sehr gut. Ich habe sie im vergangenen Jahr sehr oft gesehen und ich habe sie in diesem Jahr oft am Fernsehen verfolgt. Ich kenne die Mannschaft fast wie meine eigene", erklärte er.

Gute Voraussetzungen also, um einen weiteren Schritt in Richtung Finale in Wembley zu machen.

Sollte das erreicht und dann auch gewonnen werden, würde sicherlich eine zünftige Feier nachgeholt werden - ohne Sauerbraten, aber ziemlich sicher mit Bierdusche.

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