vergrößernverkleinern
"Er bringt immer eine gute Mischung auf den Platz" - Uwe Seeler über Martin Jol © getty

Im zweiten Teil des Sport1.de-Interviews erklärt Uwe Seeler, wie wichtig Martin Jol und Dietmar Beiersdorfer für den HSV sind.

München - Der Erfolg hat meist viele Väter - und auch beim HSV gibt es einige. (zur Vereinsseite)

Im zweiten Teil des Interviews mit Sport1.de erklärt Uwe Seeler, wie wichtig für den Höhenflug der Hanseaten Martin Jol (Porträt) und Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer sind.

"Er hat viel Freude in die Mannschaft gebracht und eine gute Zusammengehörigkeit", lobt Seeler vor allem den niederländischen Trainer. (Hamburger Stehauf-Verein).

Dass der HSV auch finanziell so gut wie selten aufgestellt ist, möchte Seeler aber nicht überbewerten - und warnt davor, gleich wieder allzu vorschnell neu zu investieren auf der Suche nach einem Hochkaräter: "Es muss ja erst mal ein Knaller da sein."

Sport1.de: Welchen Anteil hat Martin Jol an der positiven Entwicklung beim HSV?

Seeler: Er hat viel Freude in die Mannschaft gebracht und eine gute Zusammengehörigkeit, das hat er wunderbar hinbekommen.

Sport1.de: Wie macht er das konkret? Welche Namen sind da besonders zu nennen?

Seeler: Frank Rost im Tor ist schon die halbe Miete, und Joris Mathijsen ist in der Deckung auch ein enormer Stabilisator. Aber auch das Gesamtgebilde stimmt: Wenn ich Meister werden will, dann kann das ja auch nur mit einer geschlossenen Mannschaft funktionieren. Wenn da alle mitziehen, dann kann man das erreichen.

Sport1.de: Im Moment funktioniert die Mannschaft also?

Seeler: Sehr richtig. Außerdem hat Jol bei Verletzungen die Möglichkeit, recht gut auszuwechseln. Wer neu reinkommt, integriert sich sofort.

Sport1.de: Darauf kommt es auch in der Woche der Wahrheit an, wenn es im UEFA-Cup bei NEC Nijmegen gilt und danach gegen Bayer Leverkusen?

Seeler: Da können wir wieder beweisen, was wir drauf haben. Vor allem gegen Leverkusen erwarte ich ein schweres, aber auch sehr interessantes Spiel, weil Bayer ja auch so offensiv ausgerichtet ist wie wir.

Sport1.de: Auch finanziell steht der HSV so blendend da wie lang nicht mehr. Das Verdienst von Dietmar Beiersdorfer?

Seeler: Es läuft wirklich sehr, sehr gut. Er macht das wirklich sehr gut. Aber man muss natürlich nun auch die Ruhe bewahren und konzentriert weiterarbeiten, denn es kann auch schnell mal wieder ganz anders aussehen.

Sport1.de: Müsste der HSV jetzt nicht mal einen richtigen Knaller holen, wo die Mittel dafür doch vorhanden sind?

Seeler: Es muss ja erst mal ein Knaller da sein, das ist immer leicht gesagt. Nun vorschnell gleich wieder alles neu zu investieren, finde ich nicht ratsam. Man muss genau überlegen, wen man holt und wer zum Team passt. Hanseatische Kaufmannsmentalität ist noch immer am besten.

Hier geht's zurück zum ersten Teil des Interviews

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel