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Ralf Rangnick ist seit Sommer 2006 Trainer bei 1899 Hoffenheim © imago

Hoffenheims Trainer gibt den Medien eine Teilschuld am schlechten Rückrundenstart. Am Dienstag setzte es die nächste Pleite.

München - Ob es wirklich daran liegt?

Trainer Ralf Rangnick von 1899 Hoffenheim gibt den Medien eine Mitschuld am enttäuschenden Rückrundenstart des Herbstmeisters

Die Bilanz ist mau. In drei Spielen fuhren die Kraichgauer nur einen Sieg ein (Datencenter: Alle Statistiken zur Bundesliga).

"Über Wochen und Monate haben meine Spieler gelesen, wie gut sie sind. Sie wurden wie Popstars behandelt, wie Models abgelichtet", kritisierte Rangnick.

"Handtaschen der Freundinnen interessanter"

Einmal in Fahrt, legte er richtig los:

"Für die Medien waren plötzlich die Handtaschen der Freundinnen interessant. Mit schwachsinnigen Dingen wurden die Spieler konfrontiert, da fiel es dem ein oder anderen vielleicht etwas schwer, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren", sagte er der "Rhein-Neckar-Zeitung".

Nach der 1:4-Pleite gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Freitag fordert Rangnick im Spiel beim VfB Stuttgart am kommenden Samstag (ab 15 Uhr LIVE) von seinem Team deshalb wieder volle Konzentration auf den Fußball.

Konzentration aufs Wesentliche

"Meine Profis müssen sich wieder auf die Dinge konzentrieren, die uns in der Hinrunde so stark gemacht haben, dann werden wir am Ende nicht nur auf dem zehnten oder elften Platz landen", äußerte Rangnick.

Dem Sturz von der Tabellenspitze gewinnt er aber auch etwas Positives ab: "Ich finde es gut, dass wir nicht mehr Tabellenführer sind. So wie wir gegen Leverkusen aufgetreten sind, gehören wir nicht zu den Teams, die für die Plätze eins bis fünf in Frage kommen."

Testspiel-Pleite gegen Wehen

Vier Tage nach der Heimniederlage gegen Bayer musste der Aufsteiger die nächste sportliche Pleite hinnehmen. Im Testspiel gegen Zweitligaschlusslicht SV Wehen Wiesbaden verlor Hoffenheim am bei den Hessen mit 1:2 (1:0).

Das Tor für die Hoffenheimer, bei denen der brasilianische Winter-Neuzugang Fabricio Silva Dornellas zu seinem ersten Einsatz kam, erzielte Chinedu Obasi (26.). Für die Gastgeber trafen Benjamin Hübner (67.) und Dennis Schmidt (82.)

Stau vor der Arena

Sorgen bereiten Rangnick neben der aktuellen Formkrise auch die chaotischen Verkehrsbedingungen, die nach den ersten beiden Heimspielen in der neuen Rhein-Neckar-Arena gegen Cottbus und Leverkusen herrschten.

"Wenn wir das Chaos nicht schnell in den Griff kriegen, wird uns das auf Sicht Zuschauer kosten. Bekannte von mir haben für die 500 Meter von der Arena bis zur Autobahn eine Stunde gebraucht", sagte Rangnick.

Er selbst stand sogar 90 Minuten nach Spielende noch mit dem Mannschaftsbus im Stau.

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