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Andreas Müller führt seit 2006 Schalke als Manager © getty

Schalkes Manager Andreas Müller versteht die Diskussionen um seine Person nicht. Er fordert mehr Kampf von den Spielern.

Gelsenkirchen - Nach den Anfeindungen der vergangenen Wochen hat sich Andreas Müller, Manager des Fußball-Bundesligisten Schalke 04, öffentlich zur Wehr gesetzt.

"Es motiviert mich umso mehr, wie unfair die Debatte um meine Person läuft. Ich bin nicht dafür verantwortlich, dass einer aus drei Metern das Tor nicht trifft", sagte Müller vor dem wichtigen Revierderby am Freitagabend (20 Uhr LIVE) gegen Borussia Dortmund im "Express"-Interview.

Kritik an seiner Transferpolitik verbat sich der umstrittene Sportchef.

Spieler sollen sich "zerreißen"

"Bevor ich hier Manager wurde, hatte Schalke über Jahre keine Transfereinnahmen. Unter meiner Regie hat Schalke Ablösesummen von mehr als 30 Millionen Euro eingenommen - von Ailton über Hanke bis Ernst. Trotzdem haben wir immer international gespielt. Westermann und Jones wurden hier Nationalspieler. Das hat es auf Schalke Jahrzehnte nicht gegeben."

Nun sei erstmals eine "sportliche Delle" da. "Und schon stehe ich mit solcher Wucht am Pranger? Das tut weh."

Er werde die Spieler "nicht zum Fraß vorwerfen. Aber sie sind jetzt in der Pflicht, etwas zurückzugeben. Nicht mir, aber dem Verein und den Fans. Freitag gegen Dortmund müssen sie sich für Schalke zerreißen, nicht für mich. Ich kann für mich kämpfen. Auch wenn mir die Attacken nahe gehen." (zur Vereinsseite)

Neuer Mittelfeldspieler soll kommen

Zudem kündigte Müller die Verpflichtung des tschechischen U21-Nationalspielers Jan Moravek an.

"Ein torgefährlicher Junge, den ich schon lange im Blick habe. Das Ding läuft", sagte Müller über den offensiven Mittelfeldspieler von Bohemians Prag.

Schalke mit Bordon und Höwedes im Derby

Schalke 04 kann im 133. Revierderby gegen Borussia Dortmund wohl wieder auf seine etatmäßige Innenverteidigung zurückgreifen.

Marcelo Bordon und Benedikt Höwedes, die am vergangenen Samstag bei der Schalker 1:2-Niederlage im kleinen Derby beim VfL Bochum (zum Nachbericht) pausieren mussten, sind voraussichtlich wieder einsatzfähig.

Der Brasilianer hatte vor zehn Tagen beim 1:0-Sieg der Königsblauen gegen Werder Bremen einen Bruch der linken Mittelhand erlitten.

Am Mittwoch will Bordon erstmals mit einer schützenden Schiene wieder mit der Schalker Mannschaft trainieren. Höwedes hatte in Bochum wegen muskulärer Probleme ausgesetzt und steht wieder zur Verfügung.

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