Ein Sieg und der FC Bayern krönt sich in Frankfurt zum Meister. Nach SPORT1-Informationen fällt die Sause aber gänzlich flach.

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Vom FC Bayern berichten Mathias Frohnapfel und Christian Ortlepp

München - Ein mickriger Supercup, mehr hat der FC Bayern seinen Fans in den vergangenen beiden Jahren an Trophäen nicht zu bieten gehabt.

Etwas Konfettiregen vor dem Saisonstart also und natürlich keinerlei Bierduschen.

Hinter den Profis liegt eine Durststrecke, die trotz des möglichen Meistertitels am Samstag in Frankfurt (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) nicht enden wird.

Denn nach SPORT1-Informationen darf der Premium-Partner Paulaner am Samstag kein Bier nach Frankfurt ins Stadion mitbringen und auch keine Bierduschen organisieren. Nicht mal alkoholfreies Bier soll es geben.

Konzentration auf Juve

Überdimensionierte Biergläser werden also im Fernsehen nicht zu sehen sein - 23. Meistertitel hin oder her. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Bayern-Bosse fürchten aber nicht um ihre edlen Anzüge, sondern vielmehr um die Konzentration auf das Rückspiel in Turin.

Mit einem 2:0-Vorsprung reisen die Münchner zu Juventus, können dort ins Halbfinale der Champions League springen. (NACHBERICHT: Bayern zum Küssen schön)

Meister-T-Shirts sollen wegbleiben

Eine große Sause wäre da nicht die beste Vorbereitung, glaubt man an der Säbener Straße.

Daher darf Ausrüster adidas auch keine Meister-T-Shirts verteilen. Das alles soll es erst am 33. Spieltag beim Heimspiel gegen den FC Augsburg geben - genauso übrigens wie die Meisterschale.

Fakt ist aber: Bei einem Bayern-Erfolg in Frankfurt ist der 23. Meistertitel der Münchner perfekt. Sechs Spieltage vor Saisonende und damit sensationell früh.

Heynckes erklärt Erfolgshunger

Bayern könnte sich sogar eine Niederlage erlauben, falls Dortmund gegen Augsburg nicht dreifach punktet.

"Wir haben vor der Saison viel richtig gemacht, Topspieler dazugeholt, die eingeschlagen sind", erklärte Jupp Heynckes die Erfolgsfaktoren und fügte an:

"Wenn man zwei Jahre keinen Titel holt beim FC Bayern, sind alle wieder hungrig auf den Erfolg. Das ganzes Umfeld war elektrisiert, es hieß: Jetzt müssen wir uns wieder zusammenraufen."

"Würden uns wahnsinnig freuen"

"Wir würden uns wahnsinnig freuen, es wäre ein großes Ereignis für uns alle", meinte der FCB-Coach mit Blick auf die mögliche Erweiterung der Trophäensammlung.

Für den 67-Jährigen wäre seine dritte deutsche Meisterschaft als Trainer zugleich eine große Genugtuung. Mit Silbergeschirr wird er sich aus München verabschieden.

Der Stoßseufzer kam daher am Freitagmittag von tiefstem Herzen. "Gottseidank", sagte der Trainerveteran. Nicht mehr und nicht weniger, als ein Reporter den anstehenden Meistertitel als "unausweichlich" bezeichnete.

Seit dem Trainingslager am Gardasee im vergangenen Juli hat Heynckes auf nichts mehr hingearbeitet, sich über jedes Detail seines Teams den Kopf zermartert. Jetzt ist die Belohnung zum Greifen nahe.

Heynckes: Ein Bier ist erlaubt

Ein offizielles Alkoholverbot von seiner Seite gibt es nicht. "Wenn jemand abends gerne ein Bier trinkt, soll er das machen", meinte Heynckes und ergänzte streng: "In Maßen natürlich".

Zudem setzt der erfahrene Fußballfachmann ganz auf den Geist seiner Truppe, die aus seiner Sicht auch in dieser Beziehung "sehr professionell" ist.

In der Frage "Bierdusche oder nicht" pokert Heynckes derweil öffentlich noch.

"Ich nehme keinen Ersatz-Anzug mit nach Frankfurt", sagte der Bayern-Trainer am Freitagmittag. Allerdings könnte er sich schon vorstellen, dass ihn seine Profis nicht ungeschoren davonkommen lassen.

"Bei Bastian und einigen anderen ist das sicher auch möglich", mutmaßte Heynckes. Woher der Vizekapitän und seine Helfer dann - ohne Sponsoren-Unterstützung - den nötigen Gerstensaft nehmen, wäre noch zu klären.

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