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Neven Subotic (2. v. l.) erzielte das zwischenzeitliche 3:2 für den BVB © getty

Der BVB gewinnt auch ohne etliche Leistungsträger gegen Kellerkind Augsburg, kann den Titel der Bayern aber nicht verhindern.

Dortmund - Auch auf die zweite Garde von Borussia Dortmund ist Verlass.

Trotz sieben Änderungen in der Startelf feierte der seit Samstag entthronte Deutsche Meister drei Tage vor dem Viertelfinal-Rückspiel am kommenden Dienstag in der Champions League gegen den FC Malaga im Bundesliga-Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten FC Augsburg einen verdienten 4:2 (1:2)-Heimsieg und festigte den zweiten Tabellenplatz.

Die Schwaben konnten hingegen die Distanz zu den Nicht-Abstiegssrängen nicht verkürzen und belegen weiterhin Relegationsplatz 16 (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Schieber trifft doppelt

Julian Schieber brachte den BVB in der 22. Minute in Führung.

Nach dem überraschenden Ausgleich durch Daniel Baier (43.) traf Kevin Vogt vor 80.645 Zuschauern in der ausverkauften Arena für die Gäste eine Minute später sogar zur Führung.

Erneut Schieber traf mit seinem Saisontreffer Nummer drei (52.) zum 2:2, bevor Neven Subotic (64.) und Robert Lewandowski (90.+2) den Pflichtsieg perfekt machten.

Der Pole traf damit im zehnten Liga-Spiel in Folge ins Tor (697885DIASHOW: Der 28. Spieltag).

Klopp: "Intensives Spiel"

"Die erste halbe Stunde haben wir sehr gut gespielt, danach ist die Linie ein wenig verloren gegangen. Aus dem Nichts haben die Augsburger den Ausgleich und sogar die Führung erzielt. Es war ein sehr intensives Spiel", resümierte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach dem Schlusspfiff.

"40 Minuten haben wir nicht gut gespielt und gehen dann trotzdem mit einem 2:1 in die Pause. Wir haben uns in der Halbzeit viel vorgenommen, aber konnten das Spiel dennoch nicht für uns entscheiden", ärgerte sich FCA-Coach Markus Weinzierl.

Hofmann und Bittencourt in der Startelf

Mit Blick auf das zweite Duell mit Malaga hatte BVB-Trainer Klopp seine Mannschaft im Vergleich zum 0:0 in Spanien völlig umgekrempelt, um einige Leistungsträger zu schonen.

Dafür standen der 20 Jahre alte Jonas Hofmann aus der BVB-Reserve und Leonardo Bittencourt (19) erstmals in der Startelf.

Doch die Rotation tat dem Spielfluss zunächst keinen Abbruch.

Dortmunds Reservisten überlegen

Die Borussia übernahm von der ersten Minute an das Kommando und hatte in der neunten Minute die erste Chance durch Neven Subotic.

Die Marschroute der Augsburger zeichnete sich frühzeitig ab.

Die Gäste versuchten, aus einer geordneten Abwehr mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Doch die Defensive der Schwaben zeigte überraschend viele Lücken, und ihre Angriffe blieben in der ersten Halbzeit äußerst zaghaft und harmlos.

FCA stellt Spielverlauf auf den Kopf

Mit dem nötigen Zug zum Tor agierte der BVB, der schließlich einen Blackout der Augsburger zum Führungstreffer durch Schieber nach Vorlage von Bittencourt aus kurzer Distanz nutzte.

Schieber ersetzte Robert Lewandowski, der zunächst auf der Bank saß und schwache Augsburger sah, die keine Mittel gegen die spielerisch überlegenen Gastgeber fanden - bis zur Schlussphase der ersten Hälfte.

Baier überwand Mitch Langerak mit einem Distanzschuss aus 25 Metern, Vogt war per Nachschuss erfolgreich und stellte den bisherigen Spielverlauf damit vollends auf den Kopf.

Moravek scheitert kläglich

Mit frischem Mut kamen die Augsburger aus der Kabine und versuchten nachzulegen.

Doch der Schuss ging nach hinten los, denn unmittelbar nach der Einwechslung von Mario Götze und Lewandowski legte Hofmann für Schieber zum 2:2 auf.

Drei Minuten später rutschte Marcel Schmelzer im Mittelkreis aus und Jan Moravek steuerte allein auf BVB-Torhüter Langerak zu, vergab jedoch kläglich. Kevin Großkreutz rettete auf der Linie.

Erstes Lewandowski-Tor zählt nicht

Weitere Treffer des BVB lagen in der Luft, weil Götze und auch Lewandowski für reichlich Unruhe im und um den Augsburger Strafraum sorgten. Ein weiterer Treffer der Schwarz-Gelben durch Lewandowski wurde wegen angeblicher Abseitsposition nicht anerkannt.

Schieber und Nuri Sahin waren die besten Borussen, auf Seiten der Gäste gefielen allenfalls Tobias Werner und Torschütze Baier.

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