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Bayern tütete gegen Eintracht Frankfurt die 23. Meisterschaft der Vereinsgeschichte ein © getty

Schweinsteigers Traumtor bringt den 23. Titel des FCB unter Dach und Fach. In der turbulenten Schlussphase braucht Bayern Glück.

Frankfurt - Eigentlich wollten die Bayern nicht feiern, doch als die Meisterschaft perfekt war, war die Erleichterung größer als gedacht.

Dante stibitze einem Fan die selbstgebastelte Schale und rannte über den Rasen, die Spieler tanzten ausgelassen vor der Kurve der mitgereisten Fans und ließen Trainer Jupp Heynckes hochleben.

Fast das ganze Spiel war der neue Meister in Frankfurt souverän auf Kurs gewesen, in der Schlussviertelstunde hatten die Münchner dann "etwas Glück", wie es Heynckes ausdrückte.(697885DIASHOW: Der 28. Spieltag)

Zunächst hielt Torwart Manuel Neuer mit einem sensationellen Reflex gegen Eintracht-Stürmer Srdjan Lakic den knappen 1:0(0:0)-Erfolg fest, dann verweigerte Schiedsrichter Florian Meyer den Hessen nach einem Handspiel von Dante einen klaren Elfmeter. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Umso größer war die Freude, als der der früheste Meistertitel in der 50-jährigen Geschichte der Bundesliga dann endlich feststand.

Emotionaler Moment für Heynckes

"Bei solchen Temperaturen bin ich noch nie Meister geworden", witzelte Heynckes, um dann wieder ernst zu werden.

"Das ist ein emotionaler Moment", sagte der Bayern-Trainer: "Nach 23 Jahren bin ich wieder Meister geworden."

Es sei schade für die Mannschaft, dass man so einen Titel nicht wie wahnsinnig feiern könne, sagte Präsident Uli Hoeneß: "Aber wir haben eine gute Antwort nach Dortmund geschickt."

Hoeneß hoffte auf ein Glas Champagner im Flugzeug, stellte aber klar, dass die volle Konzentration dem Champions-League-Rückspiel in Turin gelte.

Klopp gratuliert

Der BVB besiegte im eigenen Stadion zwar Augsburg mit 4:2, konnte die frühe Meisterschaft der Bayern aber nicht verhindern.

"Herzlichen Glückwunsch", sagte Borussia Coach Jürgen Klopp bei LIGA total!: "Das ist eine unglaubliche Saison der Bayern, vielleicht die unglaublichste in der Geschichte des Fußballs."

[kaltura id="0_savuq7t4" class="full_size" title="Meister Bayern feiert auf Sparflamme"]

Schweinsteiger trifft per Hacke

Beim 13. Auswärtssieg der Saison brachte der überragende Bastian Schweinsteiger brachte die Bayern in Frankfurt per Traumtor in Führung.

Der Nationalspieler traf per Hacke aus kurzer Distanz (52.).

In der ersten Halbzeit hatte David Alaba die Chance zum 1:0 noch vergeben, als er einen Foulelfmeter an den Pfosten schoss.

Zuvor hatte Marco Russ Nationalspieler Thomas Müller zu Fall gebracht. Seine bisherigen zwei Elfmeter hatte der Österreicher in dieser Saison sicher verwandelt.

Shaqiri trifft den Pfosten

Die Bayern machten von Beginn an klar, dass sie als Meister zum Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Juventus Turin am Mittwoch reisen wollen.

Vor 51.500 Zuschauern in der seit Wochen ausverkauften Arena dauerte es vier Minuten, ehe Arjen Robben im Frankfurter Strafraum für Gefahr sorgte - dem letzten Zuspiel auf Müller fehlte aber die Genauigkeit.

Sechs Minuten später traf Xherdan Shaqiri, der den verletzten Toni Kroos vertrat, aus gut 20 Metern den Pfosten.

Frankfurt, das auf die Leistungsträger Pirmin Schwegler und Alex Meier verzichten musste, tat sich in der Anfangsphase äußerst schwer, sich vom Pressing der Gäste zu befreien.

Immer wieder fand der Rekordmeister Lücken in der Frankfurter Abwehr, nutzte die gegebenen Räume aber lange zu wenig.

Heynckes rotiert

Heynckes hatte seine Champions-League-Elf vom Hinspiel gegen Turin (2:0) auf fünf Positionen verändert.

Top-Torjäger Mario Mandzukic (15 Treffer) rotierte dabei auf die Tribüne, der seit Wochen bestens aufgelegte Franck Ribery auf die Bank - viel weniger Torgefahr strahlten die Ersatzmänner Mario Gomez und Robben jedoch auch nicht aus.

Immer wieder stellte der starke Shaqiri, der zuvor von seinem Trainer als "außergewöhnlicher Spieler" geadelt wurde, die Frankfurter Abwehr vor Probleme.

Seinen Schuss nach 15 Minuten hielt Eintracht-Keeper Oka Nikolov sicher. Der Torwart-Oldie, der mit 14 abgewehrten Schüssen vom November 2007 immer noch den Rekord gegen München hält, war auch zur Stelle, als Gomez in der 36. Minute vor ihm auftauchte.

Inui trifft das Außennetz

Nach der Pause zeigten sich beide Teams unverändert: Bayern drängte auf das entscheidende Tor, Frankfurt konnte kaum dagegenhalten.

Sebastian Jung, der kurz zuvor seinen Vertrag bei der Eintracht verlängert hatte, rettete nach 51 Minuten vor Robben, ehe Schweinsteiger nach Vorarbeit von Philipp Lahm die Weichen stellte.

In der Schlussphase verstärkten die Hessen noch einmal den Druck, Srdjan Lakic scheiterte aber an Neuer (79.), Takashi Inui verfehlte nur um Zentimeter das Tor (81.).

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