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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Der HSV verlor bisher 13 Spiele in dieser Saison © getty

Hamburg verliert gegen Freiburg und droht in eine Krise zu rutschen. Dennis Aogo schreibt den Europapokal vorerst ab.

Hamburg - Es hätte die Versöhnung werden sollen, doch am Ende wurde die Mannschaft des Hamburger SV von den eigenen Fans ausgepfiffen.

Nur eine Woche nach dem 2:9 in München verpassten die Hamburger beim 0:1 gegen den SC Freiburg (Bericht) die Wiedergutmachung und stecken nun noch tiefer in der Krise. . (697885DIASHOW: Der 28. Spieltag)

"Das müssen wir über uns ergehen lassen, aber das sind Leute, die trotzdem wiederkommen, weil sie gesehen haben, dass unsere Mannschaft gekämpft hat", sagte Trainer Thorsten Fink.

"Wir haben alles gegeben und die Leidenschaft war da", versuchte auch Rafael van der Vaart bei LIGA total! die erneuten Pleite schön zu reden.

Gegen einen flüssig kombinierenden SC Freiburg verloren die Hanseaten allerdings durchaus verdient mit 0:1 (0:0). Die Qualifikation zum internationalen Geschäft, die vor dem Spiel noch in Reichweite war, rückt in immer weitere Ferne.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Man ist dumm, wenn man dieses Wort noch in den Mund nimmt", wurde Dennis Aogo deutlich.

Freiburg klettert

Ganz anders die Freiburger. Dank des Treffer des Tages von Mittelfeldspieler Jonathan Schmid in der 68. Minute fuhren die Breisgauer wichtige Auswärtspunkte ein und verbesserten sich vom achten auf den fünften Tabellenplatz.

"Ich will da hin", sagte Schmid: "Vielleicht gewinnen wir auch im Pokal gegen Stuttgart, dann können wir nach Europa gehen, wenn wir im Finale gegen Bayern spielen."

Vor 53.021 Zuschauern in der Hamburger Arena am Volkspark waren die Gäste einem früheren Tor mehrfach nahe. So trafen in der siebten Minute binnen weniger Sekunden Jan Rosenthal per Kopfball die Querlatte sowie Matthias Ginter mit einem Flachschuss den linken Torpfosten.

In der 16. Minute musste HSV-Torhüter Rene Adler gegen Rosenthal aus kurzer Distanz klären.

Pfiffe zur Pause

Vor Beginn der Partie hatte das Publikum die Norddeutschen beim Einmarsch in die Arena mit verhaltenem, aber doch freundlichem Beifall empfangen. Nur vereinzielt waren Pfiffe zu hören, erst Mitte der ersten Halbzeit wurden die Unmutsbekundungen intensiver, zum Seitenwechsel setzte es ein nicht mehr zu überhörendes Pfeifkonzert.

Die Platzherren strahlten insbesondere in der ersten Halbzeit wenig Torgefahr aus, wie schon in den vergangenen Wochen war von Topspieler Rafael van der Vaart kaum etwas zu sehen.

Krmas passt auf

Erst in der 26. Minute erspielte sich Heung Min Son eine erste Einschussmöglichkeit, wurde jedoch von Pavel Krmas abgeblockt.

Nach dieser Szene hielt es HSV-Trainer Thorsten Fink nicht mehr auf der Bank, der Coach forderte weitere Angriffszüge dieser Klasse von seiner Mannschaft.

Vier Minuten nach Beginn des zweiten Durchgangs hatten die Hamburger erneut Glück, als Rosenthal aus sieben Metern Entfernung nur das Außennetz traf. 180 Sekunden später hatte auch Son erneut einen Treffer vor Augen, verzog jedoch in aussichtsreicher Position.

Rosenthal und Kruse vergeben

Doch auch die Freiburger hatten weiter ihre Chancen, eine riesige vergab Jan Rosenthal (73.), der einen Patzer von Milan Badelj nicht nutzen konnte. Zudem verzog Max Kruse (86.) nur knapp.

In der Nachspielzeit vergab van der Vaart die Chance zum Ausgleich.

Streich schönstes Reiseziel

"Wir fahren gerne in den Norden", konstatierte SC-Trainer Streich angesichts der Tatsache, dass die Breisgauer alle sechs Gastspiele bei Nord-Vereinen - in der Bundesliga in Bremen, Hannover, Wolfsburg und Hamburg, im DFB-Pokal in Braunschweig und bei Victoria Hamburg, erfolgreich absolvierten.

"Wir haben die Hamburger nicht zur Entfaltung kommen lassen und immer unter Kontrolle gehabt", nannte Jan Rosenthal den Schlüssel zum Sieg.

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