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Hannover, Nürnberg und Mainz dürfen weiter auf einen Europapokal-Platz hoffen © getty

Die 96er blasen gegen Stuttgart zur Aufholjagd um das internationale Geschäft. Auch der Club und die Mainzer mischen noch mit.

Hannover - Hannover 96 setzt im Rennen um Europa zum Überholmanöver an. Vor dem Heimspiel am Sonntag (So., ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) gegen den VfB Stuttgart haben die 96er den Endspurt ausgerufen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Jetzt müssen wir stark sein und zusammenhalten", sagte Trainer Mirko Slomka: "Wir können vielleicht im Windschatten vorbeihuschen, wenn die anderen Federn lassen."

"Die anderen", das sind Schalke, Frankfurt, Mainz, Freiburg, Mönchengladbach und Hamburg. Zusammen mit dem 1. FC Nürnberg und Hannover kämpfen sage und schreibe acht Klubs in den verbleibenden sechs Wochen um die Plätze vier bis sechs.

Drei Ränge, die Aufmerksamkeit garantieren und bestenfalls zu Millionen-Einnahmen führen.

"VfB nicht unterschätzen"

"Mir wäre es lieber, wir wären schon Sechster und könnten diesen Platz verteidigen", sagte Slomka: "Aufzuholen ist schwieriger." Hannover ist derzeit nur Zehnter und muss gegen Stuttgart "dagegenhalten".

Man dürfe die zuletzt schwächelnden Schwaben keinesfalls unterschätzen, sagte Slomka.

Auch Stuttgart will nach Europa

Denn so ganz hat auch der VfB Europa noch nicht abgeschrieben. In der Vorwoche wehrte sich Stuttgart mit Zähnen und Klauen gegen Borussia Dortmund (1:2) und ärgerte dessen Trainer Jürgen Klopp damit gewaltig.

"Sollen wir etwa so spielen wie der HSV in München?", fragte Trainer Bruno Labbadia rhetorisch nach Klopps Kritik und fügte an: "Unfair ist was anderes."

Labbadia warnt vor 96

Vor der Partie in Hannover warnt der 47-Jährige vor allem vor den Kontern der Niedersachsen. "Ihre Stärke liegt im Umschaltspiel", sagte der Coach, der bei den 96ern "eine gute Qualität und Quantität im Offensivbereich" ausgemacht hat.

Mit einem Sieg würde seine Elf bis auf zwei Punkte an Hannover heranrücken und noch einmal Kontakt zur oberen Tabellenhälfte aufnehmen.

Wiesinger dämpft Erwartungen

Gleiches gilt für den 1. FC Nürnberg, der mit Mainz 05 am Sonntag (So., ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) einen direkten Konkurrenten um die Europa League empfängt.

Vom internationalen Wettbewerb will Trainer Michael Wiesinger allerdings offiziell nichts wissen.

"Das ist definitiv nicht das Thema, ich verschwende keine Energie an so etwas", sagte der 40-Jährige, der weiter an der bisherigen Ausrichtung festhält: "Die Zielvorgabe bleibt 40 Punkte, wir sind gut damit gefahren."

"Brauchen kompakte Ordnung"

Der Club will seine imposante Heimserie ausbauen, zehnmal ist der FCN nun schon ungeschlagen.

Doch mit Mainz kommt ein starker Gegner nach Franken. "Wir brauchen eine kompakte Ordnung, müssen geduldig sein und dann einen Weg nach vorne finden", sagte Wiesinger:

"Dass sie in der Rückrunde nur gegen die Bayern verloren haben, kommt nicht von ungefähr."

Tuchel: "Wollen das Maximale"

Das sieht auch der Trainer des FSV so. "Wir peilen das Maximale an und trauen uns trotz der stabilen Leistungen des Gegners einen Sieg zu", sagte Thomas Tuchel, dessen Team in der Hinrunde mit 2:1 gewonnen hatte.

Mit einem Dreier würde Mainz die Überholspur erst einmal blockieren.

Die voraussischtlichen Aufstellungen:

1. FC Nürnberg - FSV Mainz 05 (Sonntag, 15.30 Uhr)

Nürnberg: Schäfer - Balitsch, Nilsson, Klose, Pinola - Simons - Chandler, Kiyotake, Feulner, Esswein - Pekhart

Mainz: Wetklo - Pospech, Svensson, Noveski, Junior Diaz - Baumgartlinger - Zimling, Soto - Ivanschitz - Müller, Szalai

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Hannover 96 - VfB Stuttgart (Sonntag, 17.30 Uhr)

Hannover: Zieler - Chahed (Cherundolo), Djourou, Schulz, Pocognoli (Pander) - Hoffmann, da Silva Pinto - Ya Konan, Rausch - Abdellaoue, Diouf

Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Rüdiger, Molinaro - Gentner, Boka (Kvist) - Okazaki, Maxim, Traore - Ibisevic

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

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