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Jürgen Klinsmann (l.) und Landon Donovan (r.) - trennen sich die Wege bald? © getty

Während Klinsmann an den US-Boy glaubt, schließt der Bayern-Boss die Weiterbeschäftigung kategorisch aus. Nur über Timoschtschuk herrscht Einigkeit.

Über den FC Bayern berichtenDaniel Rathjen und Tobias Schneider

München - Landon Donovan (Spielerporträt) ist das Objekt der Begierde - zumindest wenn es nach der Vorstellung von Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann geht.

Eine Verpflichtung des US-Amerikaners, der nur bis Anfang März beim Rekordmeister unter Vertrag steht, ist aber nun fraglicher denn je. Denn Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge schloss im DSF eine Weiterbeschäftigung des 26-Jährigen, der rund acht Millionen Euro kosten soll, kategorisch aus.

"Bei den sicherlich stolzen Summen, die man sich in Amerika für Landon vorstellt, werden wir ihn nicht verpflichten", so Rummenigge, der auch einem Ausleihgeschäft einen Riegel vorschob:

"Ein Ausleihgeschäft wird für die Amerikaner nicht in Frage kommen, weil deren Saison Mitte März beginnt."

Rummenige contra Klinsmann?

Zuletzt hatte Klinsmann für den US-Boy wiederholt die Werbetrommel gerührt - die Rechnung aber wohl ohne Rummenigge gemacht.

"Wir halten viel von Landon, weil wir sein Talent sehen und er das hier auch zeigt. Es ist nur noch nicht von Erfolg gekrönt", hatte der Coach in der "tz" gesagt. Klinsmann fügte an: "Er hatte zwei Chancen beim Spiel in Berlin. Wenn da eine reingeht, schaut er selbst ein bisschen besser aus."

Maximal sieben Partien, inklusive DFB-Pokal und Champions League, blieben Donovan danach noch, um sich zu beweisen.

"Er hat das Potenzial"

Doch laut Rummenigge wird's dazu nicht kommen - anders beurteilt Klinsmann die Lage: "Ich habe Landon in keiner Weise abgeschrieben. Wir sind neugierig darauf, dass er in Vorlage geht. Das Potenzial hat er allemal."

Aber auch er weiß: "Die beste Bewerbung sind da natürlich Tore."

Die nächste Chance erhält er womöglich im Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Sa., ab 15 Uhr LIVE).

Luca Toni ist angeschlagen (Achillessehnenprobleme), Lukas Podolski fehlt nach langer Reha und wenig Spielpraxis wohl noch die Luft für 90 Minuten.

Löw setzt "Poldi" unter Druck

Apropos "Poldi": Kein Geringerer als Bundestrainer Joachim Löw hat den 23-Jährigen unter Druck gesetzt und klare Erwartungen für die kommenden Wochen geäußert.

"Wir erwarten, dass er um seine Chance bei Bayern kämpft, Zusatzschichten einlegt und mehr trainiert als alle anderen Bayern-Spieler. Er will doch in einem guten Zustand nach Köln kommen. Und vor allem auch wieder für Deutschland spielen", sagte Löw der "Bild" nach einem Telefonat mit dem Angreifer.

Zudem soll Podolski "bis zum Ende der Saison nicht an Köln denken", forderte der Bundestrainer: "Jubeln mit den FC-Fans wie im Hinspiel wäre am Samstag sicher der falsche Weg."

Podolski hatte zuletzt am 1. November 2008 beim 3:1 gegen Bielefeld das Bayern-Trikot getragen. Am 19. November absolvierte er gegen England noch ein Länderspiel (1:2).

Seitdem fiel der 60-malige Nationalspieler wegen diverser Verletzungen und Erkrankungen aus (Bayern wünscht sich Podolski zurück).

Timoschtschuk: Einigung mit Zenit

Wenn Podolski im Sommer zurück nach Köln wechselt, kommt Anatolij Timoschtschuk von Zenit St. Petersburg nach München.

Der russische Klub und die Bayern erzielten nun endgültig eine Einigung über den Wechsel des Ukrainers zum 1. Juli.

"Wir haben uns mit St. Petersburg, mit Präsident Djukow und Trainer Dick Advocaat verständigt", bestätigte Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in der "Sport Bild".

Geklärt ist auch die Problematik um die Ausstiegsklausel des 29-Jährigen.

Bis 15. Juni noch für Zenit im Einsatz

Die Klausel hatte besagt, dass der Mittelfeldspieler Zenit St. Petersburg zum 1. März, dem Saisonende der russischen Liga, für eine feste Ablösesumme verlassen kann.

Die Bayern mussten also eine Lösung für den Zeitraum vom 1. März bis zum 30. Juni finden. Timoschtschuk werde nun noch "bis zum 15. Juni für St. Petersburg spielen. Danach hat er noch zwei, drei Wochen Urlaub, bevor er zu uns kommt", erklärt Rummenigge.

Die Ablösesumme soll etwa elf Millionen Euro betragen.

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