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Per Nilsson erzielte gegen Mainz seine Saisontreffer vier und fünf © imago

Der Verteidiger verwandelt zwei Standards. FSV-Goalgetter Adam Szalai vergibt vom Punkt, Müllers feiner Heber ist umsonst.

München - Der 1. FC Nürnberg hat gute Chancen, doch noch in den Mehrkampf um die Europa-League-Plätze einzugreifen.

Durch ein glückliches 2:1 (0:0) gegen Mitkonkurrent FSV Mainz 05 rückte der nun seit neun Spielen ungeschlagene Club bis auf vier Punkte an Rang sechs in der Tabelle der Bundesliga heran (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Mainzer, die erstmals nach sieben Spielen wieder verloren, wären bei einem Sieg auf Platz fünf gerückt, liegen nun aber nur noch einen Zähler vor Nürnberg (697885DIASHOW: Der 28. Spieltag).

Nilsson verwandelt erst Club-Chance

Per Nilsson nutzte mit seinem Kopfballtreffer (54.) die erste Chance des Spiels für die Franken, die in einer eher niveauarmen Begegnung vor 35.082 Zuschauern zunächst großes Glück hatten, dass Adam Szalai einen Foulefmeter am Tor vorbeischoss (28.).

Assists durch Kiyotake

Nach dem Ausgleich durch Nicolai Müller (60.), der von einem Stellungsfehler von Club-Torhüter Raphael Schäfer profitierte, erzielte Innenverteidiger Nilsson mit seinem fünften Saisontor aus kurzer Distanz den Siegtreffer (69.).

Beide Male hatte Hiroshi Kiyotake mit einem ruhenden Ball die Vorarbeit geleistet.

"In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut im Spiel. Da waren wir zu fehlerhaft. In der zweiten Halbzeit haben wir gut gearbeitet. Bei den Standards waren wir eiskalt", sagte Club-Trainer Michael Wiesinger.

Szalai versagen die Nerven

Mainz hätte dem Spiel früh eine andere Richtung geben können. Nach einem Foul von Javier Pinola an Müller schoss allerdings der übereifrige Szalai den fälligen Strafstoß mit Elan am von ihm aus gesehen linken Torpfosten vorbei.

Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel stark von der Taktik geprägt, Mainz war optisch überlegen, nutzte aber die wenigen sich bietenden Räume nicht konsequent genug aus.

Der Club stand hinten gut, fand nach vorne aber nicht statt, weil auch Mainz sehr gschickt und konsequent verteidigte.

Pekhart von Beginn an

Der Club trat nach dem 2:2 eine Woche zuvor beim VfL Wolfsburg mit einer Änderung an: Angreifer Tomas Pekhart stand von Beginn an für Mike Frantz auf dem Feld.

Bei den Mainzern, zuletzt bei 1899 Hoffenheim und gegen Werder Bremen jeweils mit einem Unentschieden, rückte der wiedergenesene Junior Diaz auf die linke Abwehrseite, davor lief Jan Kirchhoff auf.

Stefan Bell und Andreas Ivanschitz mussten zunächst auf die Bank.

Der Club wirkte erst nach dem vergebenen Mainzer Elfmeter etwas aktiver und konnte schließlich wieder einmal auf Kiyotake vertrauen.

Schäfer bei Gegentor nicht ohne Schuld

Zunächst zirkelte der Japaner einen Freistoß mustergültig auf den Kopf des aufgerückten Nilsson, der zur Führung traf.

Nachdem Schäfer mit einem etwas indisponierten Ausflug aus seinem Tor den Ausgleich ermöglicht hatte, drückte Nilsson schließlich einen Eckball von Kiyotake über die Linie.

Mainz fiel in der Schlussphase nicht mehr viel ein.

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