SPORT1-Experte Thomas Helmer bescheinigt dem Trainer entscheidenden Anteil an Bayerns Titel. Beim HSV sieht er ein Qualitätsproblem.

Hallo Fußball-Freunde,

Bayern ist Meister, was die Mannschaft geleistet hat, war toll. Der Mann, der nach Abpfiff hoch geworfen wurde, hat großen Anteil daran.

Es wird gar nicht genug wert geschätzt, was Jupp Heynckes da geleistet hat. Und das, nachdem ihm im Vorjahr noch vorgeworfen wurde, dass er keine Titel holen kann.

Mich beruhigt es fast ein wenig, dass die Bayern in Frankfurt mal nur 1:0 gewonnen haben. Das ist vielleicht ein gutes Zeichen für die Bundesliga.

Gegen Juventus Turin hat die Mannschaft ein fast perfektes Spiel gemacht. Ich habe selten gesehen, das die Bayern Juve noch in der 89. Minute im eigenen Strafraum unter Druck setzen.

Das Rückspiel am Mittwoch ist nochmal ganz wichtig, da hat man da am Wochenende vielleicht nicht mehr den ganz großen Druck,

Die Meisterschaft war ja eigentlich auch schon die ganzen Wochen unter Dach und Fach.

Da kann man nur gratulieren.

Für Pep Guardiola macht es das nicht einfacher. Grundsätzlich ist es bei Bayern immer schwierig, als neuer Trainer anzufangen.

Aber die personell Konstellation mit Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge, Matthias Sammer und wie das derzeit funktioniert, wird auch dem neuen Trainer helfen. Er wird in das Konzept reinkommen.

Anders ist die Situation in Hamburg. Dort war es am Samstag erschreckend im Stadion. Die Fans haben die Mannschaft unheimlich angefeuert. Aber die Spieler schaffen es nicht, zu Hause mal Druck aufzubauen.

Es war grausam. Freiburg hat ordentlich gespielt, aber auch nicht überragend. Man muss langsam sagen, dass die Hamburger es nicht besser können.

Trainer Thorsten Fink hatte die offensivste Aufstellung gewählt, die der Kader momentan hergibt.

Er hat versucht, von Anfang an ein Zeichen zu setzen, indem er offensiv spielen lässt. Aber es gab gar keine Aktionen.

Rafael van der Vaart ist das beste Beispiel. Ich habe keine Ahnung, was mit ihm los ist. Da muss man wirklich dann sagen: Es liegt einfach an der Qualität.

Bis demnächst

Euer Thomas Helmer

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