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Daniel van Buyten wechselte 2006 vom Hamburger SV zum FC Bayern München © getty

Die Münchner lassen Nürnberg keine Chance und schießen den Club aus dem Stadion. Ersatzkeeper Starke pariert einen Strafstoß.

Vom FC Bayern berichtetMathias Frohnapfel

München - Ausruhen? Ist nicht die Sache des FC Bayern.

Der neue Deutsche Meister hat bei seiner Rekordjagd in der Bundesliga auch gegen den 1. FC Nürnberg keine Pause eingelegt und die Franken mit 4:0 besiegt.

Dabei hatte Jupp Heynckes seine Truppe nach dem Champions-League-Match in Turin auf neun Positionen geändert, doch die zweite Garde hatte im Derby richtig Lust aufs Toreschießen.

Bereits zur Pause hieß es 3:0 für die Münchner, Jerome Boateng (5.), Mario Gomez (17.) und Rafinha (23.) hatten dem FCN eingeschenkt. Und im zweiten Durchgang ging der Torreigen mit Xherdan Shaqiri (56.) weiter.

Die Nürnberger ließen die Chance auf einen eigenen Treffer ungenutzt: Timmy Simons scheiterte per Elfmeter an Tom Starke (47.). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Bayern schraubt an Rekordmarke

Die Bayern, in dieser Spielzeit so schnell Meister wie kein Team zuvor, berauschten sich zeitweise an sich selbst. (702249DIASHOW: Der 29. Spieltag)

Mit dem zwölften Rückrunden-Sieg in Folge bauten sie ihre eigene Bestmarke weiter aus.

Zudem schien der Name FC Barcelona, Gegner im Königsklassen-Halbfinale, wie eine zusätzliche Inspiration zu wirken.

Nach der Sperre von Mario Mandzukic kämpfen sowohl Mario Gomez als auch Claudio Pizarro um den Platz in der Startelf gegen die Katalanen in anderthalb Wochen.

Beide spielten gegen die Franken von Beginn an. Zudem schickten die Münchner mit dem souveränen Sieg freundliche Grüße Richtung Wolfsburg.

Bereit fürs DFB-Pokalhalbfinale

Die "Wölfe" wollen dem FCB ja am Dienstag in der Vorschlussrunde noch den Platz im DFB-Finale streitig machen - ein wohl ähnlich schwieriges Unterfangen, wie in Niedersachsen aktuell einen Biergarten zu füllen.

Jupp Heynckes leistete sich den Luxus, Kapitän Philipp Lahm und Stellvertreter Bastian Schweinsteiger erst gar nicht in den Kader zu berufen.

Die Kapitänsbinde trug stattdessen erstmals Franck Ribery.

Zweiter Liga-Einsatz für Starke

Im Tor bekam Starke seinen zweiten Liga-Einsatz in dieser Saison, für den talentierten Defensivspieler Emre Can war es gar die Liga-Premiere im Bayern-Dress.

Erwartungsgemäß ersetzte zudem Shaqiri Flügelspieler Arjen Robben, Boateng rückte für Dante in die Mannschaft.

Und Boateng war es auch, der die Münchner Führung an diesem milden Frühlingstag besorgte: Der Nationalspieler traf nach fünf Minuten nach einer Ecke per Direktabnahme.

Gomez vollstreckt

Die Bayern dominierten, der Club reagierte verschreckt und hatte Glück, dass Pizarro gegen Raphael Schäfer aus vier Metern scheiterte. Besser machte es sein Sturmrivale Gomez. Der Torero verwandelte aus 17 Metern nach schönem Boateng-Zuspiel (17.).

Für Gomez war es bereits der achte Liga-Treffer und das trotz seiner Verletzungspause in der Vorrunde.

An seiner persönlichen Statistik durfte auch Rafinha feilen. Als der Brasilianer nach 24. Minuten zuschlug, ließ er gleich ein Jubeltänzchen folgen.

Fans feiern den neuen Meister

Für die Nürnberger, angereist als viertbestes Rückrundenteam, schien es jetzt eine ganz bitter Nummer zu werden.

Doch bis zur Halbzeit gingen die Bayern mit ihren Möglichkeiten wie Ribery (33.) zu fahrlässig um und ließen auch beim Tempo etwas nach.

Dem Münchner Anhang war es egal, im ersten Heimspiel nach dem just errungenen 23. Titel feierten sie durchweg den deutschen Rekordmeister.

Simons scheitert per Elfer

Mit Beginn des zweiten Durchgangs zeichnete sich dann gleich Starke aus.

Der Bayern-Keeper parierte einen Strafstoß von Simons (47.), der Ball traf ihn dabei schmerzhaft im Gesicht.

Rafinha hatte im Sechszehner Mike Frantz zuvor leicht gehalten, Elfmeter war dann die korrekte, wenn auch etwas kleinliche Regelauslegung von Schiedsrichter Michael Weiner.

Allerdings flackerte der FCN-Kampfeswillen nur kurz auf, Shaqiri erhöhte nach einer schönen Einzelleistung im Strafraum auf 4:0 (56.), dem 100. Bundesliga-Sieg in der Allianz Arena stand nichts mehr im Wege.

Premiere für Hojbjerg

Heynckes verhalf nun einer ganz großen Begabung zu seinem Debüt für den FCB: Der Däne Pierre Emil Hojbjerg, schon mit auffälligen Szenen im Trainingslager in Doha, kam für Shaqiri (71.).

Der 17-Jährige hatte leichte Mühe ins Team zu finden, bereitete aber noch eine gute Chance für Ribery vor, der Franzose verfehlte jedoch das Ziel.

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