Bayern und Dortmund zaubern, während dahinter ein Hauen und Stechen um die Plätze in Europa und vor allem im Abstiegskampf herrscht.

Ist der Ruf erst zementiert, spielt's sich gänzlich unbeschwert.

Frei nach diesem Motto zauberten Bayern und Dortmund am Samstag zumindest eine Halbzeit lang gegen die bedauernswerten Franken aus Nürnberg und Fürth.

Von Müdigkeit oder fehlender Motivation war bei beiden Teams trotz der Champions-League-Belastung unter der Woche nichts zu spüren.

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Vielmehr setzt der Höhenflug in Europa bei Münchnern und dem BVB offenbar zusätzliche Kräfte frei, wovon sich auch Real-Coach Jose Mourinho auf der Fürther Tribüne überzeugen konnte.

Wesentlich spannender ist dagegen der Kampf um die Plätze hinter dem Bundesliga-Spitzenduo.

Leverkusen verpasste im Topspiel die Vorentscheidung um Rang drei und die damit verbundene direkte Teilnahme an der Königsklasse.

2:0 führte Bayer bei Schalke 04, dann sorgte der eingewechselte Pukki mit einem Tor und einem herausgeholten Elfmeter zumindest noch für ein Unentschieden.

Die Königsblauen bleiben auf dem lukrativen vierten Platz, doch nur fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf Rang acht.

Dort steht der Hamburger SV, der nach drei heftigen Pleiten schon tief in der Krise zu stecken schien und nun nach dem 2:1 bei den immer weiter abrutschenden Mainzern zum x-ten Mal in dieser Saison wieder von Europa träumen darf.

Dazwischen lauern das Überraschungsteam aus Freiburg sowie Frankfurt und Mönchengladbach, die beide am Sonntag den Rückstand auf Schalke verkürzen können.

Spannung bis zum Schluss verspricht auch der Kampf gegen den Abstieg.

Hoffenheim verpasste beim 2:2 in Wolfsburg zwar den zweiten Dreier in Folge unter dem neuen Coach Markus Gisdol, schob sich aber zumindest vorerst an den erst am Sonntag spielenden Augsburgern vorbei auf den Relegationsplatz.

Wenn es etwas anders gelaufen wäre, hätte 1899 den Rückstand auf den Tabellen-15. Düsseldorf sogar auf drei Punkte verringern können.

Der schon seit sieben Spielen sieglose Aufsteiger rettete sich im Kellerduell gegen Bremen am Ende zu einem 2:2, wodurch auch die schon seit acht Partien erfolglosen Werderaner im Abstiegsstrudel bleiben.

Ein Glück für beide Teams, dass in Fürth zumindest ein Absteiger schon praktisch feststeht. Jose Mourinhos Besuch dürfte also ein einmaliges Gastspiel gewesen sein.

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