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OLIVER KAHN: Nach dem Karriere-Ende 2008 begann der "Torwart-Titan" wieder zu studieren und errang an einer Privat-Uni den schönen Titel Master of Business Administration. Als Experte ist er im deutschen, als Castingshow-Juror im chinesischen Fernsehen präsent. Dazu hält er Motivationsreden für Führungskräfte: Weiter, immer weiter
Oliver Kahn war von 1994 bis 2008 beim FC Bayern und wurde achtmal Meister © getty

Den Ex-Keeper erstaunt, dass der Rekordmeister sich vorn nicht klarer absetzt. Am erneuten Titel lässt Kahn aber keinen Zweifel.

München - Trotz der jüngsten Rückschläge sieht Oliver Kahn keine echte Konkurrenz für Bayern München in Deutschland - allerdings erstaunt den früheren Nationaltorwart und Bayern-Kapitän die fehlende Dominanz seines Ex-Klub in dieser Saison.

In einem Interview mit der Münchner "tz" wunderte sich Kahn, dass "sich die Bayern in dieser Saison nicht klarer vorne absetzen. Bei der Qualität, die in diesem Kader steckt."

Seine Erklärung für die derzeitigen Probleme seiner Ex-Kollegen: "Wenn du auf drei Wettbewerben tanzt, denkst du: Ach, die Meisterschaft nehmen wir nebenher so mit." Die Bayern würden sich "primär auf die Champions League konzentrieren" und dort auch "mit viel mehr Zug spielen".

Zweifel am erneuten Titelgewinn lässt er indes keine zu: "Selbst wenn Bayern nur mit 80 Prozent spielen würde, müssten sie trotzdem Meister werden. Schalke scheitert ständig an seinen eigenen hausgemachten Problemen, dem HSV fehlt die Konstanz, Bremen schwächelt und Hertha ist eine Sondersituation."

"Wir-werden-eh-Meister"-Mentalität

Auch Hoffenheim kann sich der 39-Jährige "beim besten Willen" nicht als Bayern-Herausforderer vorstellen ("Hoffenheim kein nachhaltiger Konkurrent").

Der "Titan" sieht auch etwas Positives an den beiden Niederlagen in der Rückrunde: "Die Bundesliga wäre sonst schon ein bisschen langweilig geworden, wenn der FC Bayern zu dominant wäre."

Die "Wir-werden-eh-Meister"-Mentalität ist für Kahn, der im vergangenen Sommer seine Karriere beendete, ohnehin nichts Überraschendes: "Das muss so sein bei Bayern! Das ist der Unterschied zu anderen Klubs. Bayern ist es egal, ob das als Arroganz ausgelegt wird."

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