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Der Südkoreaner Dong-Won Ji ist ausgeliehen von AFC Sunderland © getty

Augsburg trumpt gegen Frankfurt auf und erobert Rang 16. Matchwinner Ji bleibt selbstkritisch. Hübner verlängert in Frankfurt.

Von Benjamin Bauer

Augsburg - Markus Weinzierl war nicht mehr zu halten. Der Augsburger Trainer stürmte den Rasen und setzte zum ekstatischen Jubel an.

Kurz zuvor hatte Dong-Won Ji mit seinem zweiten Tor den 2:0-Endstand gegen Frankfurt hergestellt und dasTeam erlöst. Zuvor vergab der FCA gegen schwache Hessen Großchancen am laufenden Band.(702249DIASHOW: Der 29. Spieltag)

Während die bayerischen Schwaben Hoffenheim von Relegationsplatz 16 verdrängten, erlitten die Gäste aus der Main-Metropole im Kampf um einen Champions-League-Platz einen Rückschlag. Die Frankfurter bleiben Tabellensechster. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wir haben keinen Zugriff bekommen und die Augsburger haben verdient gewonnen", bilanzierte Armin Veh bei LIGA total!.

Vehs Konzept war bereits nach wenigen Sekunden hinfällig. Alex Meier knickte um, schleppte sich noch ein paar Minuten über das Feld, um dann doch runter zu müssen.

Weinzierl zufrieden

Im Anschluss entwickelte sich eine muntere Partie, die Weinzierl zufrieden stimmte: "Es war ein intensives Spiel, aber ich habe ein sehr starke Leistung meiner Mannschaft gesehen - über 90 Minuten. Wir waren aggressiver und haben die Eintracht klein gemacht."

Am Kleinmachen der Hessen, die von den vergangenen neun Partien nur eine gewann, waren bei Augsburg vor allem zwei Spieler beteiligt. Doppeltorschütze Dong-Won Ji und Abräumer und Antreiber Jan Moravek stachen heraus.

Doppeltorschütze mit Understatement

Der Südkoreaner zeigt sich allerdings bei LIGA total! selbstkritisch: "Ich habe zwar zwei Tore gemacht, aber auch ein paar Fehler. Ich hätte mehr Tore erzielen müssen."

Und der 21-Jährige fügte an: "Wir werden jetzt noch härter arbeiten und den Klassenerhalt schaffen."

Wenn bei Augsburg ein Haar in der Suppe gefunden werden muss, dann war das die Chancenverwertung.

Elfmeter vergeben

Zuerst jagte Jan-Ingwer Callsen-Bracker (32.) einen Strafelfmeter auf die Tribüne, dann vergaben Tobias Werner und Sascha Mölders beste Einschussmöglichkeiten. Letzterer wartet bereits seit 492 Minuten auf ein Tor.

Obendrein verweigerte Schiedsrichter Guido Winkmann wegen vermeintlichen Foulspiels einen Treffer von Ji (45.).

Weinzierl fand in Anbetracht des Erfolges den fehlenden Torriecher als weniger störend: "Wir wollen nicht jammern, dass wir einen Kandidaten für den internationalen Bereich nur mit zwei Toren Unterschied geschlagen haben."

Veh lobt FCA

In der zweiten Hälfte ging es so weiter. Augsburg drückte dem Spiel den Stempel auf, spielte Chancen heraus, während Frankfurt keine Mittel fand - wie der gebürtige Augsburger Veh bestätigte: "Wir haben nicht dagegenhalten können", analysierte er und lobte die Gastgeber: "Augsburg hat so gespielt, wie man im Abstiegskampf spielen muss."

Für die Augsburger war es der erste Heimsieg seit acht Wochen.

Jung nennt Schwachpunkt

Auch Sebastian Jung erkannte die Frankfurter Schwäche: "Wir haben überhaupt nicht in die Zweikämpfe gefunden und Augsburg hat uns den Schneid abgekauft und wir haben uns vielleicht beeindrucken lassen. Nur die ersten zehn Minuten waren ordentlich."

Hübner verlängert

Die einzig positive Nachricht bei Frankfurt lieferte Sportdirektor Bruno Hübner: Sein Vertrag wurde um ein Jahr verlängert.

Ob er allerdings in der neuen Saison Europapokalspiele der Eintracht erleben darf, ist nach der Leistung gegen Augsburg fraglich.

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