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Stefan Effenberg (l.) führte den FC Bayern als Kapitän zum Champions-League-Titel 2001 © imago

Nach SPORT1-Informationen ist der Ex-Kapitän einer von zwei Kandidaten für den Posten als Trainer der zweiten Mannschaft.

Vom FC Bayern berichtet Christian Ortlepp

München - Er kehrte bereits heute wieder an alte Wirkungsstätte zurück: Stefan Effenberg.

Der Ex-Kapitän des FC Bayern München begab sich mit Präsident Uli Hoeneß auf Zeitreise - zurück ins Jahr 1999.

Ein TV-Sender befragte die beiden Alphatiere über das verloren gegangene Champions-League-Finale von Barcelona gegen Manchester United (1:2).

Es ging heute (noch) um die Vergangenheit.

"Effenberg spielt immer eine Rolle"

Dabei hätten sich Hoeneß und Effenberg auch gleich über die Zukunft unterhalten können. Denn diese scheint, nach exklusiven SPORT1-Informationen, bei "Effe" geregelt zu sein!

Effenberg ist aktuell einer von zwei Kandidaten, ab der kommenden Spielzeit die U 23 Mannschaft des FC Bayern München in der Regionalliga Bayern zu übernehmen.

(Weitere Infos zum Plan mit Effenberg ab 18.30 Uhr bei Bundesliga Aktuell im TV auf SPORT1)

"Stefan Effenberg spielt in unseren Überlegungen immer eine Rolle. Er verkörpert den FC Bayern München. Er war ein Leader, er war Kapitän. Und er hat sehr erfolgreich seinen Trainerschein absolviert. Wie gesagt, Stefan Effenberg spielt immer eine Rolle. Es ist aber noch keine Entscheidung gefallen", sagte Matthias Sammer am Freitagmittag im Gespräch mit SPORT1.

"Ja, wir haben uns unterhalten, aber der Ausgang der Gespräche ist momentan noch vollkommen offen", bestätigte Effenberg bei "sky".

Ideale Schnittstelle

Für Effenberg spricht, dass er die ideale Schnittstelle zwischen Amateur-Lager und Profi-Bereich wäre. Das war und ist für Sammer der alles entscheidende Punkt.

Auch der neue Cheftrainer Pep Guardiola setzt auf junge, hochtalentierte Trainer ? wie Effenberg zweifelsohne einer ist. Zudem würde er sich auch im Bezug auf die sportlichen Erfolge in der eigenen Spielerkarriere auf Augenhöhe mit dem neuen Star-Trainer des FC Bayern bewegen.

Effenberg spielt in den Überlegungen, wer letztendlich Nachfolger von Mehmet Scholl wird, eine ganz entscheidende Rolle.

Auch Hermann im Rennen

Dennoch hat die Geschichte einen Haken: Peter Hermann, aktuell noch Co-Trainer von Jupp Heynckes, ist ebenso Anwärter auf den Posten. Vorteil für Hermann: Er kennt die Mannschaft bereits, ist bei fast jedem Heimspiel des FC Bayern München II zusammen mit Torwart-Trainer Toni Tapalovic auf der Tribüne anwesend.

Nachteil: Hermann liegt ein lukratives Angebot seines Ex-Arbeitgebers Bayer 04 Leverkusen vor - er soll dort Chef-Scout werden. Zudem wohnt die Familie von Hermann in der Nähe von Leverkusen.

Heiko Herrlich, der bislang als Favorit auf die Scholl-Nachfolge galt, soll die U 17 der Bayern von Marcus Sorg übernehmen. Der ehemalige Trainer des SC Freiburg wechselt zum DFB.

Heynckes gibt Effenberg einen Tipp

Noch-Trainer Jupp Heynckes geriet nach der Pressekonferenz zum Bundesligaspiel in Hannover auf SPORT1-Nachfrage zu Effenberg ins Schwärmen.

Dabei gab er dem früheren Leader sogar einen Tipp: "Ich halte viel von Stefan und gehe davon aus, dass er die Trainerkarriere einschlagen wird. Ich bin überzeugt, dass er ein sehr guter Trainer wird. Aber ich habe auch klein angefangen, an der Seite meines Mentors?", sagte Heynckes lächelnd.

Don Jupp startete seine Trainerkarriere an der Seite von SPORT1-Ehrenexperte Udo Lattek. "Du lernst einfach viel, kannst dir sehr viel abschauen. Das war für mich auch ganz wichtig", verriet Heynckes.

Entscheidung nach Barca-Duellen

Der Zeitplan für die Entscheidung über die Zukunft des Bayern-Unterbaus steht jedenfalls. Nach den Champions-League-Spielen gegen den FC Barcelona soll eine Entscheidung fallen.

Dann haben die Bayern auch drei Wochen Zeit zum Durchschnaufen, sollten Sie das Champions-League-Finale erreichen, das am 25. Mai in London stattfindet.

Dann könnte Philipp Lahm zum ersten Bayern-Kapitän seit 2001 werden, der den Pott hochhält. Der letzte war: Stefan Effenberg.

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