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Sidney Sam (r., mit Salihovic) wechselte 2010 vom 1. FC Kaiserslautern zu Bayer Leverkusen © getty

Mit dem höchsten Saisonsieg festigt Leverkusen den dritten Platz. Hoffenheim enttäuscht auf der ganzen Linie. Polanski sieht rot.

Leverkusen - Bayer Leverkusen stürmt mit Riesenschritten der Champions-League-Teilnahme entgegen, 1899 Hoffenheim hat dagegen im Abstiegskampf keinen Boden gegenüber dem Konkurrenten FC Augsburg wettmachen können. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der Tabellendritte aus Leverkusen setzte sich im Duell mit dem Vorletzten aus dem Kraichgau souverän mit 5:0 durch.

Stefan Kießling (16./65.) mit seinen Saisontoren Nummer 20 und 21, Nationalspieler Andre Schürrle (31./69.), der zum zehnten und elften Mal in dieser Spielzeit traf, sowie Stefan Reinartz (79.) sorgten für die Treffer. (705818DIASHOW: Der 30. Spieltag)

Die Hoffenheimer verloren in der 23. Minute außerdem Mittelfeldspieler Eugen Polanski nach einer Notbremse gegen Kießling.

Rolfes vergibt Elfmeter

Den fälligen Foulelfmeter vergab allerdings Bayer-Kapitän Simon Rolfes (24.), der am gut reagierenden 1899-Keeper Koen Casteels scheiterte.

Hoffenheim blieb damit auch im zehnten Bundesligaduell mit Bayer sieglos und kassierte die neunte Pleite.

Erstmals musste der neue Cheftrainer Markus Gisdol nach vier Punkten aus zwei Spielen eine Niederlage mit seinem Team hinnehmen.

Nur in der Anfangsphase konnten die Hoffenheimer mit guter Raumaufteilung und kompakter Spielweise den Gastgebern das Leben schwer machen.

Nach dem 1:0, das nach herrlicher Kombination über Sidney Sam und Schürrle vom freistehenden Kießling erzielt wurde, diktierte der Werksklub klar das Geschehen.

Diskussion um Platzverweis

Nach dem Platzverweis für Polanski, der zwar regelkonform erfolgte, aber trotzdem die Diskussion um die Doppelbestrafung nach Fouls im Strafraum befeuern dürfte, war Hoffenheim nur auf Schadensbegrenzung bedacht.

Der Rückstand auf die Augsburger, die am Freitag 0:1 in Mönchengladbach verloren hatten, beträgt weiter drei Zähler.

Immerhin war die Handschrift des neuen Coaches festzustellen. Allerdings konnte das Tabellen-"Kellerkind" die gut aufgelegten Bayer-Offensivkräfte wie Kießling, Schürrle, dessen Wechsel zur neuen Saison zum FC Chelsea derzeit verhandelt wird, oder Sam nie ganz unter Kontrolle bringen.

Gutes Spiel ohne Ball

Mit ständigen Rochaden und gutem Spiel ohne Ball brachte Bayer, das in den letzten fünf Spielen nur einen Sieg gelandet hatte, die Gäste immer wieder in Verlegenheit.

Schürrle traf per Schlenzer aus 18 Metern zum 2:0, Kießling war nach Flanke von Daniel Carvajal per Kopf zum zweiten Mal erfolgreich.

Michal Kadlec bediente dann den freistehenden Schürrle, der keine Mühe hatte, zu vollstrecken und ebenfalls einen Doppelpack zu schnüren.

Immerhin zwang Andreas Beck (37.) Bayer-Keeper Bernd Leno mit einem Schuss zu einer Faustabwehr. Auf der Gegenseite verfehlte Schürrle (44.) knapp das Hoffenheimer Tor.

In der zweiten Halbzeit verwalteten die Rheinländer zunächst das Ergebnis. In der 63. Minute zwang erneut Kießling Casteels zu einer Glanzparade.

Die Bestnoten bei Bayer verdienten sich Schürrle, Kießling und Sam. Aufseiten der Hoffenheimer gefiel vor allem Torwart Casteels.

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