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Am Montag trifft Greuther Fürth auf den 1. FC Nürnberg
Die Fürther feierten in Nürnberg ihren dritten Saisonsieg © getty

Der 19-Jährige entscheidet die Partie in Nürnberg mit einem sehenswerten Distanzschuss. Fürth wehrt sich gegen den Abstieg.

Nürnberg - Blamage für den 1. FC Nürnberg, letztes Aufbäumen der SpVgg Greuther Fürth:

Mit einem Prestigesieg beim fränkischen Erzrivalen haben die Fürther den Abstieg aus der Bundesliga noch einmal weiter hinausgezögert.

Das "Kleeblatt" gewann überraschend das 256. Derby beim Club, hat bei neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und vier ausstehenden Spielen aber weiter nur eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt.

Für Nürnberg war die bittere Pleite gegen den kleinen Nachbarn ein höchstwahrscheinlich entscheidender Rückschlag im Kampf um die Europa League. Sieben Punkte dürften nicht mehr aufzuholen sein (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Sehenswerter Treffer von Geis

Erstmals seit dem 29. September 2012 (0:2 gegen Stuttgart) und nach elf Spielen ohne Niederlage verlor der FCN wieder im heimischen Stadion.

Das Tor des Tages in einer intensiven, spielerisch aber äußerst schwachen Partie gelang Johannes Geis mit einem sehenswerten Weitschuss in der 27. Minute.

Schon vor dem Spiel mussten sich die Fürther als designierter Absteiger von den Nürnberger Fans viel Spott gefallen lassen.

Doch die leidenschaftlich auftretenden Gäste ließen sich im ältesten deutschen Derby davon wenig beeindrucken.

Pekhart scheitert per Kopf

Erst nach einer knappen Viertelstunde wurden die Aktionen der Nürnberger, die sich schon im Hinspiel mit einem 0:0 hatten begnügen müssen, etwas entschlossener.

Die erste nennenswerte Chance entstand nach einem abgefälschten Freistoß von Hiroshi Kiyotake, der knapp am Tor der SpVgg vorbei strich (705818DIASHOW: Der 30. Spieltag).

Auch bei der folgenden Ecke zeigte der FCN, dass er gerade bei Standards gefährlich werden kann: Erneut war Kiyotake der Vorbereiter, doch der Kopfball von Tomas Pekhart war zu ungenau.

Nürnberg bei Ecken gefährlich

Der Club blieb am Drücker.

Erneut wurde es nach einem Eckball gefährlich, diesmal von Marvin Plattenhardt. Per Nilsson verpasste aus aussichtsreicher Position die Führung.

Fürth zog sich weit zurück und beschränkte sich auf gelegentliche Konter, konnte dabei die Nürnberger Defensive aber erst einmal nicht in Verlegenheit bringen.

Geis als gefährlicher Distanzschütze

Umso überraschender fiel dann die Führung für die Gäste.

Geis nahm sich aus 25 Metern ein Herz, der Ball schlug genau neben dem Pfosten im Nürnberger Gehäuse ein.

Nur kurz darauf zeigte Geis, dass sein erster Bundesliga-Treffer kein Zufall gewesen war - ein Freistoß des 19-Jährigen verfehlte um Zentimeter das Ziel.

Der 1. FCN, immerhin seit elf Heimspielen ungeschlagen, zeigte sich von dem Rückschlag erst einmal schockiert.

Weiterhin drohte Fürth nur bei ruhenden Bällen Gefahr. Nürnberg hatte sogar Glück, sich nicht vor der Pause noch das zweite Tor zu fangen.

Sturmlauf des FCN bleibt wirkungslos

Nach dem Wechsel drängte der Club auf den Ausgleich.

Pekhart (47.) hatte die erste Möglichkeit, scheiterte aber an Hesl. Der Fürther Keeper war zudem bei einem Schuss von Alexander Esswein (60.) zur Stelle.

Ganz viel Glück hatte die SpVgg dann, als ein Kopfball von Balitsch von der Unterkante der Latte auf die Linie sprang (62.).

Oft fehlten dem schwachen FCN gegen die aggressiv verteidigenden Fürther aber die spielerischen Mittel.

Beim Club konnten am ehesten noch Kiyotake und Esswein gefallen. Geis und Hesl waren die stärksten Fürther.

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