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Uli Hoeneß ist seit 2009 Präsident beim FC Bayern München © getty

Die Steueraffäre um Uli Hoeneß wird von den SPORT1-Usern kontrovers diskutiert. Eine Auswahl der Kommentare.

München - Die Steueraffäre um Uli Hoeneß hält Deutschland in Atem.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich "enttäuscht" vom Handeln des Bayern-Präsidenten. Christoph Daum hat "Mitleid" mit seinem Erzrivalen. Und aus der Politik ist zu vernehmen, dass es bei der Untersuchung des Falls "keinen Prominentenbonus" geben werde.

Hoeneß selbst schließt einen Rücktritt als FCB-Boss aus. (Bericht) Umso kontroverser wird die Angelegenheit von den SPORT1-Usern diskutiert.

Eine Auswahl der Kommentare:

1234: "Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt. Darum kann man UH nicht jetzt noch als Vorbild hinstellen. Das Einzige, was er mit der Selbstanzeige gemacht hat, ist zu versuchen, Schaden von sich abzuwenden. Als moralisches oder soziales Vorbild hat er auf jeden Fall erst einmal ausgedient."

Robbie: "Wer ein solch enormes soziales Engagement an den Tag legt, wie Uli Hoeneß, der sollte seine Steuerschuld in aller Ruhe nachzahlen können. Ich sage nur St. Pauli, Rostock, Offenbach, Dortmund,1860, die Brunner-Stifung.

Und das ist nur der Gipfel des Engagementberges, den man sieht. Ich spreche von UH in höchstem Respekt und ziehe den Hut vor ihm. Ich frage mich nur, welcher Beamte im Finanzamt sich wichtig machen wollte und die Geier von der Presse informiert hat."

Struppi: "Uli Hoeneß ist ein toller Mensch, der sich stets sozial für andere engagiert und weit über den Fußball hinaus sich für andere in Not einsetzt. Ob er nun seine Steuern auf dieses Konto bezahlt hat oder nicht, interessiert mich überhaupt nicht."

Olli: "U.H. hat eine Straftat begangen und müsste auch bestraft werden. Aber es gibt die Sache mit der Selbstanzeige bei Steuerschulden. Dadurch kann man einer Strafe entgehen. Solche Selbstanzeigen laufen absolut anonym ab.

Hier muss jemand geredet und somit sein Verschwiegensheitpflicht gebrochen haben. Das ist auch eine Straftat. Auch derjenige sollte zur Rechenschafft gezogen werden. Nicht nur in diesem Fall, sondern generell."

Timo Lange (über Facebook): "Ich finde es schon irgendwie komisch. Wenn du dich im richtigen Umfang und rechtzeitig anzeigst, kommst du straffrei davon. Der Hoeneß sollte 'ne Strafe bekommen, aber auch alle Politiker sollten endlich mal (wie in Frankreich) ihr Vermögen offen legen."

Bernie Kinderdisco (über Facebook): "Bin kein Bayern-Fan, aber was der Uli Hoeneß Deutschland schon Gutes gebracht hat, ist mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen! Jetzt aber kommen die Ratten aus ihren Löchern, erbämliches Deutschland."

Thomas Brennhardt (über Facebook): "Fakt ist: Er hat bewusst betrogen. Den Staat und auch die Bürger der BRD. Steuerhinterziehung ist eine Straftat und kein Kindergeburtstag. Die volle Härte des Gesetzes soll ihn treffen"

Peter Schmalzing (über Facebook): Ich weiß nicht, welches Ausmaß hinter der Steuergeschichte steckt. Fakt ist, dass Herr Hoeneß sich schon vor Monaten selber angezeigt hat, was einem Schuldeingeständniss gleich kommt. Fakt ist auch, dass in seinem Fall weiter ermittelt wird.

In wie weit das zu welcher Bestrafung führt kann ich nicht beurteilen. Was ich daran einfach bemerkenswert finde ist, das hier ein Herr Hoeneß, der ständig mit erhobenen Zeigefinger durch Deutschland läuft und anderen erzählen möchte, was sich gehört und sich nicht gehört, jahrelang den Deutschen Fiskus bescheißt.

Herr Hoeneß sollte mal in sich gehen und in Zukunft etwas kleinere Brötchen backen."

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