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Anatolij Timoschtschuk wird einen Vertrag bis 2012 bei den Bayern unterschreiben © imago

Bayern-Neuzugang Timoschtschuk spricht über seine Persönlichkeit, seinen neuen Klub - und warum ein Deutscher sein Vorbild ist.

Von Martin Hoffmann

München - Seine Spitznamen sind "Timo" oder "Timoha". Er spricht fließend Deutsch. Und er kennt sogar das Wort "Rindfleischetikettierungsüberwachungs- aufgabenübertragungsgesetz".

Das sind Erkenntnisse, die das erste Interview von Anatolij Timoschtschuk liefert, das er nach seinem feststehenden Wechsel von Zenit St. Petersburg zum FC Bayern gegeben hat (Alles klar mit Timoschtschuk).

Das Gespräch mit der "Bild"-Zeitung bestätigt aber vor allem, dass der FCB einen erklärten Siegertypen verpflichtet hat, der hungrig auf seine neue Aufgabe ist.

"Als Profi kann ich nicht verlieren, nicht mal beim Kartenspielen", stellt der 29-jährige Ukrainer klar.

"Trainer auf Top-Niveau"

Das dürfte seinen künftigen Trainer Jürgen Klinsmann freuen - von dem Timoschtschuk viel hält.

"Ich weiß, dass Jürgen Klinsmann ein sehr bekannter Top-Spieler war", meint er: "Seine Ergebnisse mit der deutschen Nationalmannschaft zeigen, dass er auch als Trainer auf Top-Niveau ist."

Weiter will er aber noch nicht urteilen: "Man muss erst mit jemandem zusammengearbeitet haben, um die Prinzipien zu verstehen."

Loblied auf die Bundesliga

Auch über den deutschen Fußball an sich verliert Timoschtschuk nur freundliche Worte.

"Aktuell ist die Bundesliga eine Welt-Liga auf hohem Niveau", meint er: "Alle Mannschaften zeigen guten Fußball, auf einem hohen Level."

Es seien so viele Mannschaften, die aktuell um den Titel kämpften, "das zeigt, wie hoch das Niveau der Liga ist".

Vorbild Matthäus

Aus Deutschland kommt auch ein Vorbild Timoschtschuks: Lothar Matthäus.

Vom deutschen Rekordnationalspieler hatte der Ukrainer einst auch dessen Kapitänsbinde geschenkt bekommen - gegenseitige Wertschätzung in schwarz-rot-gold eben.

"Die Art, wie Lothar Matthäus gespielt hat, hat mich begeistert", erläutert Timoschtschuk: "Sein Charisma als Führungsspieler, sein Talent ein Spiel anzutreiben."

Kein zweiter Beckham

Den Vergleich mit einem anderen Star hört Timoschtschuk aber nicht gerne.

In Russland gelten er und seine Frau Nadiya wegen ihres extravaganten Lebensstils als osteuropäische Antwort auf David und Victoria Beckham.

Ein Vergleich, den Timoschtschuk als "Quatsch" bezeichnet: "Da ist nur eines, was mich und Beckham verbindet - der Fußball, sonst nichts." 64464(DIASHOW: Die Beckhams in Mailand)

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