Bayern holt sich Dortmunds Superjuwel Mario Götze. Der Paukenschlag kommt dem angeschlagenen FCB-Boss Hoeneß gerade recht.

Mario Götze wird ein Guardiola-Jünger, ab Sommer spielt Dortmunds Jahrhundertbegabung für den FC Bayern.

Der Edeltechniker erlag damit auch dem Ruf von Startrainer Pep Guardiola, der ab Sommer die Münchner coachen wird. Die festgeschriebene Ablöse von 37 Millionen Euro macht den 20-Jährigen mit dem Riesenpotenzial fast schon zum Schnäppchen für den FC Bayern.

Und Götze passt wunderbar in Guardiolas Anforderungsprofil: Technisch perfekt, handlungsschnell und entwicklungsfähig - der Nationalspieler ist wie geschnitzt für die Ambitionen des Katalanen, die Bayern zur Supermacht in Europa zu machen.

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Dem deutschen Rekordmeister gelingt ein ganz großer Coup und zugleich ein ganz großes Ablenkungsmanöver in Sachen Uli Hoeneß.

Seit Samstag beherrscht die Steueraffäre des angeschlagenen Bayern-Präsidenten die Medienlandschaft, lief gar als erstes Thema in den Hauptnachrichtensendungen.

Doch der Götze-Hammer dürfte jetzt erstmal die Frage überstrahlen, in welchen Details Hoeneß bei seinem persönlichen Finanzgebaren danebenlag und wie sich das alles mit seinem Präsidenten-Amt vereinbaren lässt.

Unmittelbar vor den deutsch-spanischen Gigantenduellen im Champions-League-Halbfinale wirkt die Götze-Meldung wie ein Meteoriten-Einschlag: Allerdings dürfte die Münchner Profis das vor der Partie gegen Barcelona eher beflügeln.

Denn ihr Klub bestätigt sich erneut als das Starmagnet, dem sich selbst ein schwarzgelbes Eigengewächs nicht entziehen kann.

Dortmund trifft der Götze-Abgang vor dem Match gegen Real dagegen heftig.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke zeigte sich "über alle Maßen enttäusch", die Gefühlslage im Kader dürfte ähnlich, wenn nicht noch negativer sein.

Eine schlimmere Ablenkung vom großen Traum Champions-League-Finale hätte es für Dortmund nicht geben können.

In jüngster Zeit war das Verhältnis zwischen dem BVB und dem FCB von Giftpfeilen geprägt, die Kopie-Vorwürfe von Jürgen Klopp in Richtung der Bayern demonstrierten das genauso wie Klopps Einmischung in Münchner Angelegenheiten.

Der BVB-Trainer hatte genüsslich die heikle Konstellation kommentiert, dass die Bayern-Bosse aus seiner Sicht sehr wohl Pep Guardiola konsultieren würden, um Barca zu schlagen.

Die Bayern schlagen auf ihre Weise zurück: Der Götze-Transfer ist erst der Anfang, Robert Lewandowski könnte ebenfalls bald ein Bayer werden. Damit droht die schwarzgelbe Superachse auseinanderzubrechen, der große Bayern-Konkurrent ist nachhaltig geschwächt.

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