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Dirk Dufner arbeitete von März 2007 bis April 2013 für den SC Freiburg © imago

Einen Tag nach seinem Abschied in Freiburg einigt sich Dufner mit Hannover. Am Freitag sieht er seinen neuen Klub im Stadion.

Hannover - Hannovers Suche nach einem neuen Sportdirektor dauerte gerade einmal sechs Tage, die von Dirk Dufner nach einem neuen Job sogar weniger als 24 Stunden.

Einen Tag nach der Trennung vom SC Freiburg hat sich der 45-Jährige mit den Niedersachsen geeinigt.

Dies bestätigten Dufner und Hannovers Klubpräsident Martin Kind am Dienstagmorgen gegenüber SPORT1, der Vertrag soll am Mittwoch unterschrieben werden.

"Hervorragend aufgestellt"

Dufner wird bei Hannover 96 Nachfolger des in der vergangenen Woche freigestellten Jörg Schmadtke und einen Kontrakt bis 2016 bekommen.

"Hannover ist ein toller Verein", sagt Dufner gegenüber SPORT1 und spricht von einer "tollen neuen Herausforderung" - noch immer im Konjunktiv, sicher ist sicher:

"Ich war jetzt sechs Jahre beim SC Freiburg, wir haben dort viel erreicht. Irgendwann hast du das Gefühl: Ich möchte was Neues machen. Dass es jetzt die Chance eventuell gibt, bei Hannover 96 anzufangen, ist für mich was Großartiges. Da würde ich mich ? so es denn klappen sollte ? sehr darauf freuen."

Bereits beim Bundesligaspiel in Fürth am Freitag (20 Uhr im LIVE-TICKER) wolle er im Stadion sein. "Wir haben besprochen, dass wir gemeinsam das Spiel gegen Greuther Fürth angucken", so Klubchef Martin Kind gegenüber SPORT1.

Unstimmigkeiten mit Streich?

Nur einen Tag zuvor hatte der aus dem Schwarzwald stammende Dufner, der seit 2007 beim SC arbeitete, seinen Abschied vom Sport-Club verkündet.

Beim aktuellen Tabellenfünften soll es zuletzt zu Unstimmigkeiten mit Trainer Christian Streich gekommen sein.

Dufner hatte bei den Breisgauern noch einen Vertrag bis 2014 besessen, zuletzt aber den "Wunsch nach einer beruflichen Neuausrichtung" geäußert.

Keine "graue Maus" mehr

Bei 96 tritt Dufner ein schweres Erbe an. Unter Schmadtke qualifizierte sich der Klub zuletzt zweimal hintereinander für die Europa League und machte aus der "grauen Maus" ein international beachtetes Team.

Im vergangenen Jahr erreichte 96 das Viertelfinale und machte sich damit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen.

Bei Transfers besaß der Ex-Geschäftsführer ein äußerst gutes Händchen, lotste spätere Stars wie Mame Diouf, Didier Ya Konan und Ron-Robert Zieler in die niedersächsische Landeshauptstadt.

Zusammenarbeit mit Slomka

Interessant wird sein, wie sich Dufner mit 96-Trainer Mirko Slomka versteht. Denn auch die Beziehung Slomkas zu Schmadtke galt als belastet. Nach wochenlangen Reibereien hatte Schmadtke schließlich entnervt aufgegeben.

Kind blieb nicht anderes übrig, als dem Trennungswunsch Schmadtkes zu entsprechen und nach einem Nachfolger zu suchen.

Hannover war nicht der einzige Interessent für Dufner. In der Vergangenheit hatte der ausgebildete Jurist, der vor seiner Zeit in Freiburg beim VfB Stuttgart und 1860 München tätig war, Angebote aus der Bundesliga von Eintracht Frankfurt und Werder Bremen abgelehnt.

Nobody nach vorne gebracht

Zusammen mit Streich zeichnete der Manager für die erstaunliche Entwicklung des Sportclubs verantwortlich, führte das Team der Nobodys in dieser Saison bis in die Europacup-Ränge und ins Pokal-Halbfinale.

SC-Präsident Fritz Keller würdigte die Arbeit Dufners: "In seiner fast sechs Jahre dauernde Amtszeit fällt der Aufstieg 2009, in der kommenden Saison wird der SC zum fünften Mal nacheinander in der höchsten Spielklasse vertreten sein - solange wie nie zuvor. Dies ist auch das Verdienst von Dirk Dufner."

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