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Michael Rensing wechselte im Jahr 2000 von TuS Lingen zu den Bayern © getty

Michael Rensing platzt der Kragen: In einem Überraschungsauftritt vor der Presse geht der Bayern-Keeper seine Kritiker hart an.

München - So hat man Michael Rensing außerhalb des Platzes noch nicht erlebt.

Der Keeper des FC Bayern (DATENCENTER: Spielerporträt) hat sich vor der Münchener Presse einen Wutausbruch erster Ordnung geleistet. In einem unangekündigten Auftritt machte er Frust Luft, der sich offenbar wegen mancher Berichterstattung über ihn aufgestaut hatte.

"Ich habe die Schnauze voll von der ganzen Diskussion, dass jeder meint, sich einmischen zu müssen", raunzte der sonst eher unaufgeregte Keeper nun Journalisten an: "Dass sich ständig jemand einmischt, geht mir auf die Eier."

Es war ein Wut-Auftritt, der Rätsel aufgab.

Fehlinterpretierte Aussagen?

Noch am Vortag hatte Rensing der Presse auf einem offiziellen Termin Rede und Antwort gestanden und sich dabei bestimmt, aber immerhin sachlich mit der Kritik an ihm auseinandergesetzt (Rensing packt die Fäuste aus).

Grund für den jetzt umso unerwarteteren Ausbruch dürften Medienberichte am Freitag gewesen sein, in denen Rensings Aussagen vom Vortag als Beleg für einen Zwist mit seinem Torwarttrainer Walter Junghans interpretiert worden waren.

Konkret: "Da habe ich meine eigene Meinung. Die ist intern bekannt, extern werdet ihr nichts rausbekommen", hatte Rensing gesagt, als er auf Kritik angesprochen wurde, die Junghans' Vorgänger Sepp Maier an der Arbeit seines Nachfolgers geäußert hatte 36158(DIASHOW: Die Torhüter des FC Bayern).

"Keinen Gefallen getan"

Eine geschickte Äußerung war es auch im Rückblick nicht - und ebenso wenig, dass Rensing nun klarzustellen suchte: "Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Walter Junghans und bin mit seiner Arbeit sehr zufrieden."

Irritationen hinterließ Rensing so oder so - auch bei Teamkollege Miroslav Klose, der nach ihm vor die Presse trat. Angesprochen auf die Aussagen des Keepers sagte der Nationalstürmer: "Er hat sich damit sicherlich keinen Gefallen getan."

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